Ziel des Projektes ist es eine
alltagstaugliche Panoramalochkamera aus haushaltsüblichen bzw. im
Baumarkt erhältlichen Materialien zu konstruieren.
Als Filmmaterial hatte ich von vorne herein Planfilme im Auge. Diese
lassen sich aufgrund der mechanischen Stabilität ihres
Trägermaterials ohne Halterungen, unverrückbar in die Dosen stecken.
Als Gehäuse dienten mir eine ausgediente Filmentwicklingsdose und
ein Plastikrohr mit Rohrabschluss-Stücken aus dem Baumarkt.
In die Gehäuse wurden Löcher gebohrt, auf die später die Blechstücke
mit der Lochblende mit schwarzem Klebeband aufgeklebt wurden.
Die Lochblende wurde aus dem zuvor ausgeschnittenen Rand eines
Teelichtes hergestellt, in den mit einer Nadel ein 0,2 - 0,3 mm
kleines Loch gestochen wurde. Der dabei entstehende "Krater" wurde
mit feinem Schmirgelleinen abgeschliffen.
Da bei den langen Belichtungszeiten schon kleinste Reflexe in
Inneren der Kamera das Bild unbrauchbar machen würden, wurde die
Blende auf den Innenseite mit Ruß geschwärzt. Die Dosen wurden
Flächendeckend mit schwarzem Filz aufgekleidet.
Für erste Tests habe ich den billigsten Planfilm genommen der
derzeit auf dem Markt verfügbar ist.
Im meinem Fall war das ein ADOX CHS 100 im Format 9x12 cm. Die
Belichtungszeiten liegen bei diesem Film, Mittags bei klarem Himmel,
bei etwa 90 sec.. Bei bewölktem Himmel bei etwa 3 min.
Entwickelt wurde er mit einem Kodak D76, 6min lang. Da das Material
extrem empfindlich ist, wurde dem Fixiermittel Härter zugesetzt.
Aber auch das unbelichtete, trockene Material ist so empfindlich
gegen mechanische Beanspruchung, dass es fast immer zu
Beschädigungen kam.
Nachdem ich reproduzierbare Ergebnisse erzielte, bin ich auf einen
Illford HP5 400 im Format 9x12 cm umzusteigen.
Dieser hat eine mechanisch stabilere Emulsion, die auch nicht
verkratzt, wenn man beim be- und entladen der Dosenrand berührt.
Die Belichtungszeiten lagen tagsüber bei Sonnenschein bei etwa 15
sec.
Aus dem kleinen Lochdurchmesser ergeben sich Blendenwerte von
+/-200. Die Tiefenschärfe ist bei diesem Blendenwert unendlich.
Durch die Lichtbeugung an dem kleinen Loch erscheinen jedoch alle
Bilder leicht unscharf. |
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