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Mongolei im August 2013

Ausgangspunkt war Ulaan Baatar, der Hauptstadt der Mongolei. Von hier aus werden praktisch alle Touren in das Land organisiert. Es ging dann 23 Tage in einem russischen
Uaz-Geländewagen durch die Steppe.
Befestigte Straßen existieren praktisch nicht. "Straßen" definieren nur die grobe Richtung, in der sich dann jeder seinen eigenen Weg sucht. Entsprechend zerfurcht schaut die Landschaft auch aus.
Zuerst ging es in den Süden, in die Gobi. Dann weiter über die ehemaligen Hauptstadt Karkhorin und den "Withe Lake", ganz in den Norden zum "Khövsgöl Nuur" -
einem traumhaft schönen See an der Grenze zu Sibirien. Zurück ging es dann über Erdenet und das noch recht gut erhaltenen Amarbayasgalant Kloster.
 Alle Mongoleibilder, schön der Reihe nach (sind ~1300 Stück)
 
   
Hinflug Moscow Airport
Ulaanbaatar / Gandan Kloster (Gandan Khiid)
Das Gandan-Kloster wurde 1838 gegründet und 1937 von dem stalinistische Regime teilweise zerstört. Zur Zeit der Kommunisten war das Gandan-Kloster
das einzige Kloster in der Mongolei, in dem religiöse Zeremonien abgehalten wurden - allerdings unter der Kontrolle der Geheimpolizei.
Heute leben 900 Mönche in dem  Kloster. Das markanteste Gebäude ist das weiße "Migjid Janraisig Süm", ein im tibetanischen Stiel gebautes Kloster.
Hier befindet sich die 26 Meter hohe Statue der Göttin "Janraisig", für die das Kloster berühmt ist. Auf dem Gelände des Gandan-Klosters
befindet sich auch die Buddhistische Universität. In deren Innenhof ist es wunderbar ruhig und man kann den Leuten beim Tauben füttern zuschauen.  
 
Ulaanbaatar
Tereli National Park
Der Terelj Nationalpark liegt etwa 50 Km östlich von Ulaabaatar. Das Gebiet liegt in einer alpinen Landschaft auf etwa 1600m Höhe und ist größtenteils
nur zu Fuß oder mit dem Pferd erreichbar. Lediglich im Süden sind einige Jurten Camps und ein kleines Kloster neueren Datums.
Auf den Bergkuppen liegen riesige, scheinbar lose Felsen, die so aussehen als ob sie jeden Moment ins Tal herabrollen könnten.
Besonders schön sind die vielen Blumenwiesen in denen neben Edelweiß und Enzian diverse andere Blumen wuchsen die ich nicht kannte
- und das in solchen Mengen, wie man es noch nicht einmal in einem botanischen Garten zu sehen bekommt.  
 
Hustai National Park (Khustain National Park)
In dem Nationalpark wurden die in der Wildnis ausgestorbenen Takhi-Pferde wieder ausgewildert.
Die Pferden kamen aus Zoos und von privaten Züchtern überwiegend aus Europa.
Heute leben etwa 270 dieser Tiere in Freiheit und vermehren sich so, daß ihre Population von alleine zunimmt.
Am Parkeingang bekommt man einen Ranger gestellt, der einen zu den Pferden führt und aufpasst, daß keiner Unsinn macht.



Baga Gazriin Chuluu National Reserve
Baga Gazriin Chuluu ist ein 15km langes und 10 km breites Granitmassiev, das etwa 300 km
südlich von Ulaanbaatar liegt. Sehenswert ist es vor allem, wegen der zerklüfteten und vom Sand abgeschliffenen Felsgebilde.
Delgeriin Choiriin Khiid
Die Ruinen eines kleinen Klosters, das zwischen die Felsen von Baga Gazriin Chuluu
gebaut wurde. In der Felsnische wachsen auch die einzigen Bäume der Gegend.
Die Felsen außen rum sind mit Steinmännchen oder auch "Oovoo"s bedeckt.
Mandalgov / Mandalgobi
ein kleines Städtchen südlich von Ulaanbaar mit rund 10.000 Einwohnern, in dem wir zwecks Ersatzteilkauf für den Van halten mussten.
Tsagaan Suvarga (Weiße Stupa)
Ist eine 30 m hohe Felsformation aus verwittertem Kalkstein.
Sie liegt etwa 560 km Südöstlich von Ulaanbaatar in der Gobi.
Die verwitterten Steine leuchten in einem kräftigen Gelb, Rot und Violett.
Insbesondere bei tief stehender Sonne ist das absolut sehenswert.
Dalanzadgad
Ein Städtchen mit 17.000 Einwohnern und einer öffentlichen Dusche.
Die war zwar alles andere traumhaft, aber nach sieben Tagen ohne war das egal.
Ansonsten musste hier unser Fahrer wieder einmal Ersatzteile für den Van kaufen.
 
Gurvansaikhan Nationalpark - Yoliin am
Ist einen schmale, tiefe Schlucht in der bis in den Juli hinein Schnee liegt - und das mitten in der Gobi.
Ich war Mitte August hier und kam auch ohne Steigeisen durch.
Dafür liefen hunderte Wildhamster über die Wiesen und schleiften Grashalme in ihre Höhlen.
Yaks und große Mäuse teilten sich die Wiesen mit den Hamstern.
Die Tiere waren jedenfalls viel interessanter als die Schlucht mit ihren nicht vorhandenen Eisresten.
Khongoriin Els
Das Dünenfeld von Khongoriin Els ist etwa 12 km breit und 200 m hoch. Es liegt etwa am südlichen Ende der Gobi. Das Klettern auf eine der Dünen ist bei weitem
anstrengender als es den Eindruck macht. Der weiche Sand bietet praktisch keinen Halt so, daß man von 10 Schritten die man vorwärts macht, 9 Schritte wieder abrutscht.
Wenn man dann noch verschnauft, geht es rückwärts - und das alles bei 42°C. So man dann einer der Wenigen ist, der es bis ganz rauf geschafft hat, hat man einen
Ausblick der die Mühe absolut wert ist. Nach "vorne" sieht am die Jurtencamps mit den Tieren, und einem Bach der unterhalb der Dünen fliest.
Nach "hinten" sieht man die restlichen 12 km des Dünenfeldes, das aus hunderten kleiner Dünen besteht, die von den Jurtencamps aus nicht sichtbar sind.
 
Khongoriin Els - Naadam Festival
Mitte August wird hier ein "Naadam-Festival" veranstaltet. Irgendwo in der Mitte vom Nichts werden Zelte aufgebaut und Wettkämpfe
im Ringen und Pferderennen abgehalten.
Wenn am dann so zuschaut, bekommt man Schalen mit "fermentierter Pferdemilch" und getrockneten Jogurt in die Hand gedrückt.
Man muß nur daran nippen, dann kann die Schüssel weiter geben.
 
Bulgan
Ein keiner Ort in der Gobi wo wir nur kurz zum Einkaufen anhielten.
 
Bayanzag - Flaming Cliffs
Die Klippen sind eine durch Erosion entstandene rote Felsformation, die überwiegend aus weichen Lehm besteht. Bei tief stehender Sonne leuchten die Klippen in leuchtendem Rot.
Im Tal gibt es einen Wald aus kleinem Wald aus „Saxaulbäumen“.
Diese werden uralt, sind salzresistent und haben ein tiefes Wurzelwerk, das ihnen immer irgendwie zum Überleben verhilft. Sie haben kleine,
nadelähnliche Blätter, die von den Kamelen gefressen werden.
Die Klippen sind sehr beliebt bei Tourenveranstaltern. Denn egal wohin man fotografiert, praktisch immer hat man einen anderen Touri vor der Linse.

 
Mandal-Ovoo
Noch ein kleiner Ort in dem wir Lebensmittel kauften - und wie könnte es anders sein,
unser Fahrer Ersatzteile für den Van.

 
Saikhan Ovoo - Ongiin Khiid
Auf beiden Seiten eines Flusses stehen die Ruinen des Klosters "Ongiin Khiid". Wie die meisten anderen Klöster auch, wurde es 1937 völlig zerstört.
Seit 1990 wird es Stück für Stück wieder aufgebaut.
Neben der Aussicht sind vor allem die uralten Ulmen sehenswert, die um das Kloster wachsen.
 
Kharkhorin / Karakorum - Erdene zuu
Kharkhorin existierte als Stadt von 1220 bis 1388. In diesem Zeitraum war sie für einige Jahre die Hauptstadt der Mongolei.
In den darauf folgenden kriegerischen Ereignissen wurde die Stadt völlig zerstört.
Was noch existiert ist das im 16. Jahrhundert an gleicher Stelle gebaute Kloster "Erdene zuu".
Das Gelände des Klosters ist mit einer 400 mal 400 Meter großen Mauer, die mit 108 Stupas versehen ist umgeben.
Im inneren sind noch drei Tempel erhalten, die den Sozialismus überlebt haben. Die ehemaligen Wohngebäude existieren nicht mehr.

 


 

Tsenkher Hot Spring
Landschaftlich fühlt man sich hier wie in den Alpen. Kräftige Almwiesen mit Edelweiß, Enzian und Lärchenwälder.
Lediglich an den Yakherden merkt man, daß man nicht zuhause ist.
Angefahren wird die Gegend hauptsächlich wegen seiner heißen Quellen.
Das mit über 80 °C aus der Erde sprudelnde, schwefelhaltige Wasser wird über Rohre zu den Schwimmbädern geleitet.
Dort wird es dann mit etwas kaltem Wasser gemischt in die Schwimmbecken gelassen.
Tsetserleg
Tsetserleg soll ein historisches Zentrum für Kultur und Handel in der Region sein.
Angesichts des Dauerregens waren wir hier nur kurz zum Lebensmittel und Ersatzteile kaufen.

 
Chuluut Gur / Chuluut River
Der Fluß schlängelt sich in riesigen Mäandern durch die wilde Landschaft des Khangaj-Gebirges.
An dem Punkt wo wir waren, fließt er durch ein etwa 100m tiefes Tal aus Basaltsäulen.
Gesäumt ist das Tal mit uralten Lärchen. Das war so mit einer der schönsten Punkte der Reise.

 
Tariat
Die Stadt Tariat mit seinen 5000 Einwohnern, schaut aus wie eine Kleinstadt in Norwegen, Finnland oder Island.
Hier hält man im wesentlichen nur, um vor der Fahrt zum "Withe Lake" noch einmal zu tanken und Lebensmittel einzukaufen.
 
Khorgo Uul Volcano
Der Vulkan ist ein relativ keiner Krater, der vor etwa 8000 Jahren entstanden ist.
Von oben hat man einen herrlicher Ausblick über die unten liegenden Lavafelder, die mit Flechten und Lärchen bewachsen sind.
Im Hintergrund leuchtet der "Terkhiin Tsagaan See" oder auch "Withe Lake" blau durch die Hügel.
Ich bin vom See aus auf einem Pferd zu Krater geritten. Also ich bin schon deutlich komfortabler gereist,
uns war dann auch ganz froh, wie ich auf meinen eigenen Füßen zum Kraterrand hoch steigen konnte.
Terkhiin Tsagaan Nuur
Terkhiin Tsagaan Nuur auch bekannt als "Great White Lake", ist ein 20 km großer Süßwassersee in etwa 2000 Meter Höhe. Der See ist bis in den Juli herein zugefroren.
Trotz ihrer Schönheit ist die Gegend praktisch nicht erschlossen. Es gibt lediglich einige Familien, die Jurten vermieten.
Die Piste die am See entlangführt, ist mit normalen PKWs unpassierbar. Einheimische kommen vor allem zum Fischen hier her.
Einige hartgesottene gehen auch zum Schwimmen in das Wasser - aber nicht sehr lange.
Hier kann man dann auch Pferde mieten, mit denen man zum "Khorgo Uul Volcano" kommt.
Shine Ider
Der Talkessel ist mit einem golfplatzmäßig,  abgegrasten Rasen bewachsen. Herden mit einigen hunderten Ziegen, und Dutzenden Yaks grasen hier.
Wir waren in einer Jurte untergebracht, die die Bewohner eigens für und frei gemacht haben.
Mangels ausreichender Betten schliefen die Meisten bei 6°C auf dem Boden.
Am Morgen kamen dann die "vertriebenen" Bewohner zurück und kochten Käse oder Ähnliches auf den Ofen der Jurte -
- ein durchaus interessantes Morgenprogramm.
Mörön
Die Stadt hat etwa 40.000 Einwohner, von denen viele in den Außenbereichen in Jurten lebten.
Es gibt eine öffentliche Dusche, einen halb verfallenen "Vergnügungspark" aus Sowjetzeiten, und einen buddhistischen Tempel neuerer Bauart zu sehen.
 
Khatgal
Der Ort liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Mörön, am südlichen Ende des Khövsgöl-Sees.
Man fühlt sich hier nach Finnland versetzt. Fast der gesamte Ort besteht aus Holzhäusern mit bunt bemalten Blechdächern.
Auf den Wiesen um den Ort wachsen wieder Enzian und Edelweiß wie Unkraut.
 
Khövsgöl Nuur Nationalpark
Einer der schönsten Gegenden in der Mongolei ist der Khövsgöl See. Der 130 Km lange See ist mit hohen Bergen umgeben, die bis zur Baumgrenze komplett mit Lärchenwäldern bewachsen sind.
Glasklares Wasser plätschert an einen absolut sauberen Kiesstrand und die Lärchen hängen wie Kokospalmen in das Wasser.
Von einigen wenigen Jurten Camps abgesehen, ist das Ufer praktisch nicht besiedelt. Wenn man hier alleine loswandert, bleibt man auch für sich.
Was aber gar nicht so unangenehm ist, wenn man bereits seit 3 Wochen mit diversen anderen Touris in einen Van eingezwängt ist.


Uran Togoo
ist ein alter erloschener Vulkan.
Wegen Wolken und Dauerregen bekamen wir ihn aber nicht zu sehen.
Dafür lief die Jurte voll Wasser und durchweichte die Rucksäcke völlig.
 
Bulgan
Bulgan gibt es 2x.  Dieses Bulgan liegt bei Erdenet. Hier waren wir zu Mittag bei einer Familie in deren Jurte.
 
Erdenet / Amarbayasgalant Kloster (Amarbayasgalant Khiid)
Das Amarbayasgalant Kloster liegt bei Erdenet etwas 360 km nördlich von Ulaanbaatar.
Es wurde zwischen 1727 und 1737 gebaut. Es war eines der wenigen Klöster, das die stalinistische Zeit in den 1930-ger Jahren relativ unbeschadet überstanden hat.
Nach Ende des Kommunismus 1990, wurde das Kloster wieder in Betrieb genommen. Heute leben und arbeiten hier 60 Mönche verglichen mit 2000 Mönchen 1937.
Von den ehemals 40 Tempeln können heute 6 von Besuchern besichtigt werden - und die sind die reichlich holprige Anreise auch wirklich wert.
Rückflug - Beijing Airport
   
   (c)  Jürgen Schilling  11.2013