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Dreifarben Gummidruck


 
  1) Übersicht
  2) Druckvorlage
  3) Ein Großnegativ mit Adobe Photoshop anfertigen
  4) Einen Reprofilm mit den Negativen belichten (lassen)
  5) Papier
  6) Das Papier vorschrumpfen
  7) Das Papier nachleimen
  8) Den Leim im nachgeleimten Papier wasserunlöslich machen
  9) Das Bindemittel für die Farbpigmente herstellen
10) Das Bindemittel lichtempfindlich machen
11) Kaliumdichromatlösung unschädlich machen
12) Lichtquelle für UV-Licht
13) Abdecken des Negatives
14) Die Farblösung ansetzen
15) Das Papier mit der Farbe beschichten
16) Fixieren der Negative auf dem Papier
17) Das Papier belichten
18) Das Bild entwickeln
19) Das Bild trocknen
20) Das fertige Bild trocknen
21) Das fertige Bild

Dreifarben Gummidruck
 
1) Übersicht

Der Gummidruck ist ein historisches Druckverfahren das 1855 entwickelt wurde und um die Jahrhundertwende weit verbreitet war.

Es wird zwischen einfachem und mehrschichtigem Gummidruck zu unterscheiden. Während der einfache Gummidruck aus einer einzigen Druckschicht besteht
und daher nur Tonwerte einer Farbe wiedergibt, können durch den mehrfachen Gummidruck mehrere Farbschichten übereinander kopiert werden.
Das ermöglicht ein großes Spektrum an Tonwerten, vervielfacht aber auch den Arbeitsaufwand.
Verwendet man in die Grundfarben gesplittete Negative, und Magenta, Blau und Gelb als Farbpigmente, erhält man ein dreifarbiges Bild.

In der Praxis wird das Papier mit einer Emulsion aus Gummiarabikum, Kaliumdichromat und Farbpigmenten beschichtet.
Obwohl Kaliumdichromat im Reinzustand lichtunempfindlich ist, macht es eine Gummiarabikumlösung für fotochemische Reaktionen lichtempfindlich.
Die Lichteinstrahlung bewirkt bei Chromaten eine momentane Reaktionsbereitschaft mit den Kolloiden, die daraufhin je nach Intensität der Lichteinwirkung verhärten und so ihre Wasserlöslichkeit verlieren.

Das mit der Emulsion beschichtete Papier wird durch ein Großnegativ im Kontaktverfahren belichtet.
Dadurch härten die belichteten Stellen aus und werden wasserunlöslich.

Das Papier mit der Farbemulsion wird nach dem Belichten in ein Wasserbad gelegt. Hierbei wird die Farbemulsion entsprechend ihrer Belichtung ausgewaschen,
wobei die durch das Licht gehärteten Stellen auf dem Papier verbleiben und so das Bild bilden.
 
2) Druckvorlage
Für den dreifarbigen Gummidruck werden drei Negative benötigt, die nach ihren Tonwerten getrennt sind.
Hierfür wird das Originalbild in drei Bilder aufgeteilt, die dann jeweils aus dem Cyan, Magenta oder Gelben Farbanteil bestehen.
Diese Bilder werden dann in ein Negativ umgewandelt, getrennt abgespeichert und ausgedruckt.
 
3) Ein Großnegativ mit Adobe Photoshop anfertigen
Originalbild:


Das Negativ den Cyan, Magenta und Gelbanteil aufspalten:
Image -> Mode -> Multichannel


Das Fenster mit den "Channels" einblenden.
Windows -> Channels

  
Das Bild in seine Kanäle aufspalten:
Auf den "Stapel" klicken, dann "Split Channels" ankicken


Jetzt wird das Bild in die drei Grundfarben aufgespalten.


Nun jedes der drei Bilder in ein Negativ umwandeln.
Image -> Adjustments -> Invert



Jedes Negativ getrennt, unter einem eindeutigen Namen abspeichern.

 

4) Einen Reprofilm mit den Negativen belichten (lassen)
Ein einfaches und preiswertes Verfahren ist es, einen Reprofilm mit einem Laserbelichter belichten zu lassen.
Solche Negative dienen normaler Weise als Druckvorlagen für den Offset.- und Siebdruck. Typische Auflösungen sind 60 bis 80 Linien pro cm.
Die Ausdrucke sind gestochen scharf und kommen auf einer durchsichtigen Folie.
Zusätzlich werden außerhalb des Negatives Passmarken aufgedruckt. Die braucht man hinterher beim Belichten, um die Negative exakt aufeinander zu platzieren.
Entsprechende Firmen finden sich, wenn am das Internet nach "Filmbelichtung" durchsucht. Ein A4 Negativ gibt es für ~ 6 Euro.

Ausdrucke aus einem PC-Drucker liefen meiner Erfahrung nach, nur äußerst bescheidene Ergebnisse.
Für eine Weiterverarbeitung waren diese völlig ungeeignet und auch nicht billiger als die professionellen Druckvorlagen.
 
5) Papier
Wegen der Beanspruchung des Papiers beim Beschichten und Entwickeln können nur hochqualitative Aquarellpapiere verwendet werden.
Vorzugsweise nimmt man ein Papier mit einem hohen Flächengewicht.
Das schrumpft wenig und wellt sich beim trocknen auch weniger als dünnes Papier.
Für meine Drucke habe ich den Aquarellkarton "Andalucia" 500g/m² von Hahnemühle verwendet.
Das "Andalucia" hat eine raue Vorderseite und etwas glattere Rückseite. Beide Seiten sind qualitativ gleichwertig und können für die Drucke verwendet werden.
Auf der glatten Seite bekommt man sehr hochauflösende Drucke zustande. Auf der rauen Seite hat man die klassische Aquarelloptik.
6) Das Papier vorschrumpfen
Das Papier verändert beim wässern bzw. entwickeln und dem nachfolgenden trocknen seine Größe.
Um die Passgenauigkeit bei mehrschichtigen Drucken zu gewährleisten, wird das Blatt zuerst vorgeschrumpft.
Zum Vorschrumpfen wird das Papier für etwa eine Stunde in 50° - 60° warmes Wasser gelegt.
Anschließend hängt man es an einer Wäscheleine auf und lässt es trocknen.
Hier zeigt sich dann auch, ob man für den Gummidruck geeignetes Papier gekauft hat.
Geeignetes Papier bleibt an der Wäscheleine plan und wellt sich nicht oder nur wenig.
 

Papier vorschrumpfen

Papier trocknen 
 
7) Das Papier nachleimen
Damit die Farbemulsion nicht zu weit in das Aquarellpapier einzieht, müssen die Papiere nachgeleimt werden.
Das geschieht, indem man das Papier 20 Minuten lang in eine 2%-ige Leimlösung legt.
Für die Leimlösung nimmt man 20 g Hasenleim pro 1 Liter Wasser.
Das Ganze mischt man gut durch und lässt es solange stehen, bis sich der Leim komplett aufgelöst hat.
Bei Raumtemperatur kann das einen Tag und länger dauern.
Wenn sich dann aller Leim im Wasser gelöst hat, schüttet man das Leimwasser durch ein Küchensieb in die Plastikwanne.
Getrocknet wird das Papier an der Wäscheleine.
 

Leimwasser ansetzen

Papier im Leimwasser 20 einlegen

Nachgeleimtes Papier trocknen 
8) Den Leim im nachgeleimten Papier wasserunlöslich machen

Um den Leim beim wässern in dem Papieren zu halten, muß dieser wasserunlöslich gemacht werden.
Dies macht man an besten, indem man die nachgeleimten und getrockneten Papiere 20 Minuten lang in eine 10 % -ige Lösung aus Kalialaun legt.
Anschließend werden die Papiere wieder an der Wäscheleine getrocknet.

Zum härten des Leins kommen folgende Mischungen zum Einsatz. Alle drei funktionieren, aber nur die Methode mit der Kalialaunlösung ist wirklich praktisch nutzbar.

1) Eine 10%-ige Kaliumaluminiumsulfatlösung. Hierfür nimmt man 100g Kalialaun und füllt auf 1000ml mit Wasser auf.
    Die Mischung ist ungiftig, preiswert herzustellen und wenn man sie nach Gebrauch in eine Flasche abfüllt auch mehrfach nutzbar.

2) Eine 5%-ige Chromkaliumsulfatlösung.  Hierfür nimmt man 50g Chromalaun und füllt auf 1000ml mit Wasser auf.
    Diese Mischung ist ebenfalls ungiftig, teurer als das Kalialaun und färbt das Papier sichtbar grau-grün ein.

3) Eine Formaldehydlösung. Hierfür nimmt man 25ml Formaldehydlösung mit 37% und füllt auf 1000ml mit Wasser auf.
   Formaldehyd ist wenn man es bekommt relativ günstig, und die Lösung lässt sich einfachst ansetzten.
   Das Papier färbt sich nicht ein.
   Diese Mischung ist ausgesprochen giftig, zumal sich das Formaldehyd beim trocknen der Papiere, in der ganzen Wohnung verteilt.
 

Kalialaun, Chromalaun und Formaldehyd zum Leim härten

10%-ige Kalialaunlösung

Papier in der Kalialaunlösung einlegen

 

9) Das Bindemittel für die Farbpigmente herstellen
Als Bindemittel wird eine wässrige Lösung aus Gummiarabikum verwendet.
Die Gummiarabikumlösung hat die Aufgabe die Farbpigmente zu binden und auf dem Papier zu halten.
Da die Gummiarabikumlösung unbehandelt binnen Tagen zu faulen anfängt, wird ihr Formaldehyd zugesetzt.

Zutaten:
50 g Gummiarabikumpulver
1,5 ml Formaldehyd 37%
170 ml Wasser


Alle Zutaten werden in ein Glas mit Deckel geben und gut durchgemischt.
Dann lässt man die Lösung einen Tag stehen und ziehen.
Um zu verhindern, daß noch ungelöste Gummiarabikumpartikel auf das Bild kommen so Flecken erzeugen, schüttet man die Lösung in ein anderes Glas um.
Die Gummiarabikumlösung ist extrem klebrig.
Wenn man den Deckel von dem Glas später noch einmal aufbekommen möchte, klemmt man ein Stück Plastiktüte zwischen Deckel und Glas.
 

Gummiarabikum, Formaldehyd, Wasser

Fertige Gummiarabikumlösung

 

10) Das Bindemittel lichtempfindlich machen
Um die Gummiarabikumlösung mit den Farbpigmenten lichtempfindlich zu machen, wird ihr eine Lösung aus Kaliumdichromat zugesetzt.
Wir setzten zuerst die Kaliumdichromatlösung an, und geben sie dann in gemeinsam mit den Farbpigmenten zur Gummiarabikumlösung.

Zutaten für eine gesättigte Kaliumdichromatlösung:
12,5 g Kaliumdichromat
100 ml Wasser


Beide, Wasser und Kaliumdichromat eine gut schließende Flasche füllen und durchmischen.


Fertige Kaliumdichromatlösung
 
11) Kaliumdichromatlösung unschädlich machen
Beim Gummidruck fällt Waschwasser und Farbe mit gelöstem Kaliumdichromat an.
Dies stellt aus Umweltschutzgründen ein Problem dar.
Eine Möglichkeit das Chrom(VI) des Kaliumdichromats in harmloses Chrom(III)-hydroxid  zu überführen, ist die Reduktion im wässrigen Medium.
Hierfür eignet sich eine wässrige Lösung aus Ascorbinsäure.
Vermischt man diese mit der Kaliumdichromatlösung, gibt es einen hellblauen Farbumschlag aus schwerlöslichem Chrom(III)-hydroxid.

Die 25 ml gesättigte Kaliumdichromatlösung die wir eine Farbe benötigen, enthält 3,1 g Kaliumdichromat.
Diese kann durch die Zugabe von einer wässrigen Lösung aus 11g Ascorbinsäure unschädlich gemacht werden.
Die 11g Ascorbinsäure löst man am besten in 2 Liter Wasser und gibt dieses stückweise, der übrig gebliebenen Farbe und dem Waschwasser zu. 
 
12) Lichtquelle für UV-Licht
Die Farbmischung lässt sich nur durch UV Licht belichten.
Um definierte Belichtungszeiten zu bekommen, verwende ich alten Oberkörperbräuner mit einem 400 Watt Brenner.
Diese Geräte bekommt man gebraucht günstig bei eBay.
Bei der Benutzung dieser UV-Lampen ist zu beachten, daß der Brenner nach dem Ausschalten einige abkühlen muß, bevor er wieder zündet.
Außerdem wird das Glas richtig heiß. Anfassen ist hier schmerzhaft.
 

UV-Lampe zum belichten

13) Abdecken des Negatives
Damit das Negativ plan auf dem Papier aufliegt, muß es mit einer Glasplatte beschwert werden.
Normales, nicht entspiegeltes Fensterglas erzeugt Newtonsche Linien  auf dem Bild.
Newtonsche Linien sind Interferenzmuster die entstehen, wenn das Licht zwischen dem Negativ und der Glasplatte reflektiert wird.
Sichtbar sind sie auf dem Bild als störende dunkle Flächen oder Linien.

Vermieden wird dieser Effekt, indem man entspiegeltes Glas, so genanntes Anti-Newton-Glas, verwendet. 
Gläser die zum spiegelfreien verglasen von Bildern eingesetzt werden, sind hier die erste Wahl.
Das MIROGARD® Glas von Schott eignet sich hervorragend für diesen Zweck.
Ich habe mir das Glas auf einen Bilderrahmen aufgeklebt.
So ist es vor Bruch und Fingerabdrücken geschützt, und lässt gut greifen.

MIROGARD® Glas von Schott
 
14) Die gelbe Farbemulsion ansetzen

Die Farbe wird aus einem Gemisch von Farbpigmenten und der Gummiarabikumlösung hergestellt.
Die Kaliumdichromatlösung macht die Farbe lichtempfindlich.

Man fängt mit mit hellen, warmen Tönen an und arbeitet sich dann zu dunklen kalten Farben vor.
Ich verwende die Farben in folgender Reihenfolge: Gelb -> Rot -> Blau

Ich habe folgende Pigmente verwendet:

Gelb:
Zank / Künstler-Pigmente - Zitronengelb
Vertrieb: Boesner
Bestellnummer: PZ5070

Rot:
SYNUS* Scharlach
Vertrieb: Gerstäcker
Bestellnummer: 84761

Blau:
Zank / Künstler-Pigmente - Dunkelblau
Vertrieb: Boesner
Bestellnummer: PZ17701

Zutaten für 3-4 Bilder im Format 20 x 30 cm:

8g Gelbes Pigment
oder
4g Rotes Pigment
oder
3g Blaues Pigment

25 ml Gummiarabikumlösung
50 ml Kaliumdichromatlösung
4 Tropfen Ochsengalle als Netzmittel

 

Die Zutaten gibt man an besten in ein Glas mit Deckel und schüttelt alles kräftig durch.
Ein Magnetrührer ist hier sehr hilfreich, aber nicht notwendig.
Dann schüttet man alles in ein zweites Glas um, aus dem man die Farbe mit dem Pinsel entnehmen kann.
Die Farbe ist bei normaler Raumbeleuchtung weitgehend lichtunempfindlich. Sie reagiert nur auf starkes UV-Licht.
Man kann sich also mit dem beschichten der Papiere durchaus einigte Minuten Zeit lassen.

Hier die Herstellung der gelben Emulsion:


Die Farbpigmente in einem verschraubbaren Glas abwiegen

Fertige, lichtempfindliche Farbe
 
15) Das Papier mit Farbe beschichten
In einem dunklem Raum bestreicht man das vorgeschrumpfte Papier mit der Farbemulsion.
Firnespinsel eignen sich besonders gut für diese Arbeit.
Die Ochsengalle in der Farbemulsion bewirkt, daß die Farbe gut auf dem Papier haftet und die Pinselstriche zu einer homogenen Fläche verfließen.

Nach dem Beschichten macht man das Licht aus, und lässt das Papier etwa 24 Stunden trocknen.
Die volle Lichtempfindlichkeit erreicht die Beschichtung erst nach dem vollständigen durchtrocknen.

Die jeweiligen Pigmente zeichnen sich durch unterschiedliche Deckkraft aus.
Um die korrekte Schichtdicke abschätzen zu können, macht man einen Testanstrich auf einer Zeitung.
Die Schrift muß noch gut lesbar bleiben.
Trägt man die Schicht dicker auf, schwimmt beim Entwickeln das Bild weg.
 

Mit gelber Emulsion beschichtetes Papier
 
16) Fixieren der Negative auf dem Papier
Da drei Negative nacheinander auf das Papier gelegt werden, müssen alle drei exakt auf der gleichen Stelle platziert werden.
Wenn man sich die Negative von einer Siebdruckfirma hat ausdrucken lässt, habe diese außerhalb des Bildes Passmarken.
Durch diese kann man die Negative mit Stecknadeln auf dem Papier fixieren.
Wenn das Negativ korrekt liegt, fixiert man es mit Klebeband auf dem Papier.
Dann entfernt man die Stecknadeln, und legt die Glasplatte auf des Negativ.

Negativ mit einer Stecknadel auf dem Papier fixieren und mit Klebeband festkleben.
 
17) Das Papier belichten
Den Oberkörperbräuner legt man am besten mit der Lampe nach unten auf einen Tisch oder Stuhl.
Wenn man mehrere Bilder nacheinender belichtet empfiehlt es sich, den Brenner einige Minuten vorzuheizen.
So bleibt die Lichtmenge für alle Bilder gleich.

Zu beachten ist, daß die Belichtungszeit in Abhängigkeit der Farbdichte variiert.
Bei Farbpigmenten sind 3 Minuten ein guter Richtwert.

Diese Werte wurden für das hier gezeigte Bild verwendet:

Lampe: 460 Watt
Belichtungszeit: 3 Minuten
Abstand Brenner - Bild: 80 cm

 

Belichten des Bildes mit einer UV-Lampe
.               
Belichtetes gelbes Bild

Belichtetes rotes Bild

Belichtetes blaues Bild
18) Das Bild entwickeln
Um das Bild zu entwickeln, müssen die unbelichteten Gummischichten aus dem Bild entfernt werden.
Die geschieht, indem man das Bild mit dem Gesicht nach unten in eine Wanne mit warmen Wasser legt und es hier etwa zwei Stunden belässt.
Im Idealfall ist jetzt der gesamte unbelichtete Gummi ausgewaschen, und es zeichnen sich die Lichter deutlich sichtbar ab.

Ist das nicht der Fall, legt das Bild auf den Badewannenrand und spült es mit der Dusche ab.
Wenn auch das nicht zum Erfolg führt kann man mit einem großen, sehr weichen Pinsel die hartnäckige Gummischichten entfernen.
Die Methode mit dem Pinsel braucht etwas Übung, sonst pinselt man das ganze Bilde weg.
Bei der mechanischen Entfernung der Gummischichten gehen immer Details verloren.
Sie sollte daher nur im Notfall angewendet werden.
 

Das belichtete Papier in Wasser entwickeln
 

 

19) Das Bild trocknen
Wie schon beim Vorschrumpfen hängt man die Bilder einfach an der Wäscheleine auf, und lässt diese 24 Stunden trocknen.
Durch das trocknen härtet die Gummischicht endgültig aus, und löst sich auch in den folgenden Bädern nicht wieder.
 

Das gelbe Bild trocknen

Das rote Bild trocknen

Das blaue Bild trocknen

 

20) Das fertige Bild trocknen
Damit sich das fertige Bild beim trocknen nicht mehr wellt, klebt man es mit Naßklebeband auf ein Brett auf.
Auf diese Weise wird auch dickes Papier absolut plan.

Das fertige Bild trocknen.
 

21) Das fertige Bild
(c) Jürgen Schilling 01.02.2019