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Zentralamerika - Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama
Nach einem erstaunlich kurzem Flug bin ich in Guatemala City gelandet. Da es in den meisten Grosstädten von Zentral und Südamerika nicht wirklich schön ist, lasse ich mich mit dem einem Taxi geradewegs weiter nach Antiqua bringen. Es ist wie der Name schon sagt ein kleines antikes Städtchen, das von 3 großen Vulkanen umgeben ist. Hier kommen alle Touristen her, um Spanisch zu lernen. Da ein paar Worte Spanisch das Reisen doch sehr erleichtern mache ich das gleiche - und sei es nur darum, um nach jemanden fragen zu können der Englisch kann :-)..
Ausgangspunkt war Guatemala Stadt. Von dort aus ging es per Bus über Honduras, Nicaragua und Costa Rica weiter nach Panama. Alles in Allem war ich 5 Wochen unterwegs, wobei eine Woche für den Spanischkurs drauf ging.
..und hier sind die Fotos:
Guatemala  

 
Antigua - Im 15. bis 17. Jahrhundert war Antigua Regierungssitz über ganz Zentralamerika. Die Stadt wurde jedoch durch Erbeben und Vulkanausbrüche X- mal zerstört und verlor so im Laufe der Zeit an Einfluß.
Sie zählt heute nur ca. 35.000 Einwohner und präsentiert sich immer noch als beeindruckende kulturelle Hochburg mit vielen Kirchen und noch mehr Kirchenruinen...
Die ganze Stadt ist ein bewohntes Museum voller Hotels, Pensionen, Restaurants, Sprachschulen, Internetcafés. Die Straßen sind gepflastert und für schwere Fahrzeuge weitgehend gesperrt. Hier lebt man weitgehend von Tourismus, ohne das der Trubel den Gesamteindruck stört.

 
Pacaya Volcano - Der Vulkan Pacaya ist einer der wenigen aktiven Vulkane, den man ohne großen Aufwand erreichen kann. Von Antigua aus bucht man sich einen Bus, der einen dann zu Fuß des Vulkans bringt. Von dort aus geht es dann zu Fuß oder per Pferd weiter bis zu den ersten Lavafeldern kurzt unter dem Gipfel. Vom Berg aus hat man eine phantastische Aussicht auf die Kollegen des Pacaya, den Agua, Acatenango und Fuego -alles 4000er.
Der Aufstieg führt ziemlich steil durch ein ausgesprochen schönes Waldgebiet. Das letzte Stück geht es dann über ein Lavafeld das einige cm unter der Oberfläche noch flüssig ist. Etwa 200m unter dem Krater lassen einen die Parkwächter nicht mehr weiter gehen.
Was zwar äußerst ärgerlich ist, zumal der Aufstieg zum Krater nicht weiter schwierig währe. Aber angesichts dessen, daß der Vulkan permanent Steine ausspuckt, war es wohl doch das Vernünftigste. Der Abstieg erfolgt dann im Dunkeln im Licht der Taschenlampe.

 
Chichicastenango oder kurz Chichi.
Der verschlafenen Ort verwandelt sich Donnerstags und Sonntags in einen riesigen bunten Markt.
Die engen Straßen werden von uralten Lieferwagen und bunt bemalten Bussen verstopft. Riesige Pakete sind auf den Dächern der Busse festgezurrt.
In langen Reihen sind die Stände aufgebaut, viele mit Plastikplanen gegen Regen und Sonne geschützt. Praktisch alles, was irgendwo in Guatemala produziert wird, findet sich hier.
Überwiegend werden aber bunte Webarbeiten angeboten. Man kann sich hier im Gegensatz zu vielen anderen Märkten völlig ungezwungen bewegen, und wird als Ausländer gar nicht weiter wahrgenommen.
Largo Atitlàn - Der Largo Atitlàn liegt etwa 70 km östlich von Antigua. Rund um den See verteilt liegen, zwischen den alles überragenden Vulkanen und steilen Klippen, ein Dutzend kleiner Mayadörfer.
Bunt gekleidete Mayas, das tiefblaue Wasser des Sees, die grün bewachsenen, riesigen Vulkane und Unmengen an Blumen und tropischen Früchten erzeugen eine unglaubliche Stimmung.
Indios die ziemlich aggressiv Geld fordern, wenn sie einen mit der Kamera kommen sehen und Wassertaxis die unterwegs mal so eben den Preis verdoppeln,
bringen einen dann doch wieder auf den Boden der Realität zurück.
Aber dafür lassen die Fahrer ihre Boote so über Wellen fliegen, bzw. so hart auf das Wasser aufschlagen,
daß einem mit Kopfschmerzen und Rückenleiden nicht erspart bleiben (und wenn man sie bisher noch nicht hatte, holt man sie sich hier).
 

 
Flores - ist ein malerisches Dorf auf der Insel San Andrés gelegenen und mit dem Festland nur durch einen künstlichem Damm verbunden.
Der Ort dient vor allen Dingen als Ausgangspunkt für Touren nach Tikal. Zwischen den bunt bemahlten Häusern läßt sich die Wartezeit auf den Bus problemlos verbringen.
 
Tikal - ist weit erforscht, viele freigelegte Tempel, Plätze, Paläste und Terrassen lassen beim Besucher ein recht authentisches Bild entstehen. Für mich war die ständige Präsenz des Regenwaldes faszinierend. Bauwerke und Flora bilden geradezu eine Einheit. Vielen antiken Städten fehlt das Lebendige, nicht so Tikal. Man fühlt sich beim wandern durch die Ruinen mehr wie in einem botanischen Garten oder in einen Abendheuerspielplatz, als in einer uralten Maya Stadt.

 
Honduras  
Copàn - Copán ist heute ein verwinkeltes Dörfchen (oder sagen wir höflicher: ein hübsches Städtchen). Doch vor tausend bis anderthalbtausend Jahren war es mit 200.000 Einwohnern eine Großstadt: ein Maya-Zentrum und die südlichste der großen Maya-Städte.
Die Reste der alten Stadt wurden vom Urwald befreit und soweit möglich wieder aufgebaut und restauriert. Das ganze ist so gut gelungen, daß man sich richtig vorstellen kann, wie die damaligen Bewohner durch die Straßen liefen.
Mindestens genauso beeindruckend ist der Urwald in dem die Ruinen stehen. Gigantische Bäume, die fast komplett mit Bromelien zugewachsen sind, wachsen hier wie bei uns die Gänseblümchen. Rote Aras, Nasenbären und große Meerschweinchen laufen bzw. fliegen einem über die Füße.

 
Utila - (Islas de la Bahia) markiert das südliche Ende des mesoamerikanischen Barrier Reef Systems -das zeitgrößte Riffsystem der Welt. Utila ist folglich ein Taucherparadies und steht eigentlich auch nur aus diesem Grund in jedem Mittelamerika-Reiseführer. Wer es mit dem tauchen nicht so hat, kann sich auf eine der kleinen Inselchen, auch Cayas genannt, raus fahren lassen und hier stundenlang schnorcheln, oder einfach nur unter den Palmen liegen. Altennativ kann man an dem einsamen Nordstrand wandern, und tonnenweise angespülte Korallen sammeln. Der Weg dorthin führt über die nicht abgesperrte Piste des Inselflughafens. Also nicht nur nach Links und Rechts schauen, sondern gelegentlich auch mal nach oben.  

 
San Pedro Sula - Eine moderne Stadt, in der man nur bleibt, um den nächsten Bus abzuwarten. Im Zentrum sind alle nationalen und internationalen Fastfood Ketten vertreten.
Für jemanden der vom "Comida Típica" die Nase bzw. den Magen voll hat, ist die Gegend um den Plaza wie eine Oase.
Nicaragua  

 
Granada - am Ufer des Nicaragua Sees ist eine Kolonialstadt wie sie im Buche steht – bunte, alte Häuser, gepflasterte Strassen, schöne Kirchen und schattige Plazas.
Rund um den zentralen Plaza befinden sich bunt gestrichenen Kolonialbauten, die Kirche und diverse Hotels und Behörden. Pferdekutschen fahren durch die gepflasterten
 Strassen und dutzende fliegender Händler bieten unaufdringlich ihre Waren an. Gerade das Zentrum ist hübsches Plätzchen, an dem es sich gut einige Zeit aushalten läßt.
 

 
Masaya - wird als das Zentrum von nicaraguas Folklore betrachtet. Wenn man in der Stadt rumläuft, fragt man sich allerdings woher dieser Ruft kommt.
Im Zentrum gibt es jedenfalls einen Künstlermarkt in dem alle Reisegruppen abgeladen werden und alles angeboten wird, was diese von Interesse sein könnte.
Über eine im Markt integrierte DHL-Vertretung, lassen sich die sperrigen Stücke auch direkt nach Hause schicken.
Im wesentlichen dient die Stadt aber als Ausgangspunkt für einen Besuch im Vulkan Masaya Nationalpark.
Masaya Volcano National Park - Ein wenig außerhalb von Masaya liegt der Vulkan Masaya Nationalpark.
Diesen Vulkan zu besteigen klingt spektakulärer als es ist. Eine asphaltierte Straße, die in einen großen Parkplatz mündet führt bis zum Gipfel. Die Aussicht ist diesen „harten“ Aufstieg aber auf jeden Fall wert. Am Gipfel befinden sich drei Krater. Der mittlere, der Santiago-Krater mißt mehrere hundert Meter im Durchmesser, ist fast 100 Meter tief und spuckt je nach Tagesform 500-3000 Tonnen Rauch aus (Am Kraterrand hat die Parkverwaltung das Rauchen übrigen verboten - naja).
Da die Vulkane mitten auf dem platten Land stehen, hat man einen fantastischen Rundumblick.
Costa Rica  
Vulkan Arenal - Fortuna
Der Vulkan Arenal ist nicht nur der aktivste Vulkan von Costa Rica, sondern gilt auch als einer der aktivsten auf der gesamten Welt. Der Arenal ist Bild von einem Vulkan. er hat eine fast perfekte Kegelform und spuckt fast ununterbrochen Rauch- und Aschewolken in den Himmel.
So es das Wetter erlaubt, sieht man tagsüber eine beständige Rauchwolke über dem Gipfel. Geht man näher heran, hört man die das poltern der ausgespuckten Felsbrocken.
Nachts soll man die Lavabrocken sehen, den die Bergflanke herunterkullern. Bei mir hat es leider drei Tage lang, fast durchgehend geregnet. Entsprechend wenig sieht man auf den Bildern.

Am Cerro Chato einen kleinen Nebenkrater des Arenal rauscht ein 70 m hoher Wasserfall mitten im Regenwald in ein kleines Wasserbecken. Auf dem 5 Km langem Weg zum Wasserfall, sieht man alles was am sonst nur in den Treibhäusern Botanischer Gärten sieht.. Bromelien, Orchideen, kleine violette Bananen und viele andere Pflanzen die ich nicht kenne.

 
Monteverde - Ein Besuch der Nebelwaldregion Monteverde gehört beinahe standardmäßig zu jedem Besuch von Costa Rica. Dementsprechend viele Touristen pilgern auch hierher. Hauptattraktionen sind die Naturreservate "Monteverde" und "Santa Elena" in denen jeweils mehrere Kilometer Wege angelegt wurden.
Mich hat das schlechte Wetter bis hierher verfolgt. Die Wachen der beiden Parks sperrten mir in einem Anfall von Hysterie die Parks vor der Nase zu. Die Natur rund um die Parks bot aber mehr als ausreichenden Ersatz zu den Parks und war noch dazu kostenlos. Dort auch gab es, sei es in freier Natur oder in privaten, kleinen Parks Kolibris und Orchideen aus nächster Nähe zu sehen.
Panama  
Panama Stadt - An der Grenze zu Panama hatte ich das erste mal Probleme in ein Land zu kommen. Die hatten auf einmal die Idee, ein Ausreiseticket zu verlangen.
Bei einem E-Ticket, bei dem man lediglich eine Buchungsnummer hat, ist das nicht ganz so einfach. Der Zöllner war nicht so recht begeistert davon, prüfte dann 5 Minuten meinen Paß
und drückte dann genervt seinen Stempel rein.
Im wesentlichen kam ich nach Panama um die Weiterreise zu den San Blas Inseln zu organisieren und den Kanal anzuschauen. Das nahm alleine schon drei Tage in Anspruch.
Ein Ausflug nach Casco Viejo brachte zwischendurch ein bisschen Abwechslung. Hier stehen viele schön restaurierte Kolonialbauten und an jeder Ecke ein Polizist mit Mountainbike
- leider ist es in Panama notwendig, Gegenden in denen sich Touristen aufhalten massiv abzusichern.
Gut, nach vier Tagen konnte ich dann endlich zu den Inseln abfliegen und weinte der Stadt nicht unbedingt nach.
Islas de San Blas - Im karibischen Meer, vor der Atlantikküste von Panama befindet sich das San Blas Archipel, die Heimat der Kunas.
Die meist winzigen, mit Palmen bewachsenen Inseln befinden auf einem Korallenriff und stellen selbst einen Teil des Riffes dar.
Eine kleine zweimotorige Maschine bringt einen in 20 Minuten von Panama Stadt aus an die Küste nach Carti. Von dort aus holen die "Hotels" Ihre Gäste mit kleinen, offenen Fischerbooten ab.
Ich habe mir "Nalunega Island" ausgesucht. Hier ist befindet sich offensichtlich das einzige bezahlbare Hotel der San Blas Inseln.
Die Insel ist etwa 50x100m groß und komplett mit Schilfhütten zugebaut. Es gibt nur von 18:00 - 22:00 Uhr Strom aus einem Dieselmotor. Machen kann man auf der Insel nur eines: in der Hängematte liegen.
Ausflüge zu den diversen palmenbewachsenen Inselchen in der Umgebung sorgten für Abwechslung. Bei mir hat es wieder mal vier Tage durchgeregnet. Aber der Regen war genau so warm wie das Meer, und meine Taucherkamera machte das fotografieren auch über Wasser möglich.                                                                                   
 
Hier die Reiseroute:

 

(C) 2006 Jürge Schilling