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Fragen aus der mündlichen Jägerprüfung in Bayern - Sachgebiet 5: Hundewesen

1)

Wie werden Jagdhunde bzw. Jagdgebrauchshunde unterteilt?

In Stöberhunde, Vorstehhunde, Schweißhunde, Erdhunde, Bracken (jagende Hunde) und Apportierhunde.
2)
Frage zu Hunderassen und deren Verwendung.
Welcher Hund ist das?
Man bekommt ein Foto vorgelegt.
Aufpassen! - Auch Hunde innerhalb einer Rasse, können eine unterschiedliche Fellfarbe, Musterung oder Haarlänge haben.

Wofür wird er eingesetzt?
Aufgabengebiete überschneiden häufig. Gemeint ist die Aufgabe wofür der Hund gezüchtet wurde.

Wie lautet die Abkürzung?

Was sind die Besonderheiten des Hundes?
 
Bracken oder auch jagende Hunde
Bracken sind die Urform des Jagdhundes. Von ihnen sind alle anderen Jagdhundrassen abgeleitet.
Bracken werden wie der Name schon sagt, hauptsächlich zum Brackieren eingesetzt.
Hierbei macht man sich die Eigenschaft von flüchtigen Füchsen und Hasen zu Nutze, nach einiger Zeit der Flucht wieder in bekanntes Gelände,
also in die Nähe ihres Einstandes zurück zu flüchten. Die Bracken treiben hierbei das Wild über große Entfernungen selbstständig und laut bellend vor sich her.
Durch das bellen weiß der Jäger wo die Hunde gerade sind, und kann sich in aller Ruhe für einen gezielten Schuss am Wechsel vorbereiten.
Bracken arbeiten hierbei selbstständig, spurlaut und außerhalb des Einflußbereiches des Jägers. Bracken gehen nicht ins Wasser.
Einsatzgebiet:
Vor dem Schuß: Stöbern, Schweißarbeit, Brackieren (ohne Sichtkontakt, selbstständig und spurlaut dem Jäger Fuchs und Hase zutreiben) - nicht Buschieren!
Nach dem Schuss: Schweißarbeit (Nachsuche auf krankes Wild auf oft stundenalter Wundfährte)
Deutsche Bracke DBR
Westfälische Dachsbracke WDBr
Widerristhöhe:  30 bis 38 cm
Beagle Be
Schweißhunde
Schweißhunde werden für die Schweißarbeit, also die Nachsuche auf krank geschossenes Wild gezüchtet. Sie werden von Jugend an auf die Witterung des Wildes trainiert.
Ein Schweißhund zeichnet sich durch einen ungewöhnlich guten Geruchssinn, Ruhe, Wesensfestigkeit und Finderwillen aus. Schweißhunde arbeiten allein und brauchen
permanentes Training, um ihre Sinne zu schärfen. Schweißhunde gehen nicht ins Wasser.
Einsatzgebiet:
Nach dem Schuss: Schweißarbeit (Nachsuche auf krankes Wild auf oft stunden alter Wundfährten)
Hannoverscher Schweißhund - HS
Stockmaß von 50 - 60 cm
Gewicht von 38 - 45 kg
Bayerischer Gebirgsschweißhund BGS
Alpenländische Dachsbracke ADBr
Lebenserwartung: 12 Jahre
Gewicht: 15 - 18 kg
Höhe: 34 - 42 cm
Brandl Bracke oder Vieräugl BrBr
Tiroler Bracke TiBr
Steirische Rauhaarbracke StBr
Stöberhunde
Stöberhunde suchen selbstständig und planmäßig Niederwild in Dickungen, im Gebüsch oder im Schilf.
Findet der Hund Wild, wird er spurlaut und treibt das Wild auf den draußen wartenden Jäger zu.
Im Gegensatz zu den Backen jagen sie überwiegend unter der Flinte des Jägers, also in Schrotschußreichweite
Einsatzgebiet:
Vor dem Schuss: Stöbern, Buschieren (Wild in bis zu 30 Meter Entfernung vom Jäger aufscheuchen) - nicht Brackieren!
Nach dem Schuss: Verlorenbringen - auch im Wasser, Schweißarbeit
Deutscher Wachtelhund DW
Cocker-Spaniel CoSp
Springer Spaniel SpSp
Apportierhunde
Apportierhunde sind mittelgroße, stämmige Hunde, die für das Verlorenbringen von Niederwild gezüchtet wurden.
Sie bringen geschossenes Nieder- oder Federwild, ohne es zu beschädigen, zum Jäger zurück.
Apportierhunde gehen ohne zu Zögern auch in tiefes oder trübes Wasser.
Eigenschaften:
Dazu müssen sie spurwillig, selbstständig, ausdauernd und wasserfreudig sein.
Labrador Retriever LR
Wasserfreude
Golden Retriever GR
 
Vorstehhunde
Vorstehhunde zeigen dem Jäger lautlos die Position des Wildes an, ohne es zu früh aufzuscheuchen.
Hat er Wild gefunden, erstarrt er zur "Salzsäule" und hebt dabei meist einen seiner Vorderläufe.
Erst wenn der Jäger in Schussposition ist, springt der Vorstehhund auf und veranlasst das Wild zur Flucht.
Da Vorstehhunde die Beute nicht erlegen dürfen und selbst bei Gewehrschüssen Ruhe bewahren müssen,
wird bei der Zucht besonderer Wert auf Gehorsam und Schussfestigkeit gelegt. 
Einsatzgebiet:
Vor dem Schuss: freie Feldsuche mit Vorstehen, Stöbern, Buschieren
Nach dem Schuss: Schweißarbeit, Wasserarbeit, Verlorenbringen.
 
Deutsche Vorstehhunde
Deutsch Kurzhaar DK
Widerristhöhe:  bis 70 cm bei etwa 35 kg Gewicht
Gibt es auch im braun.
Weimaraner Kurzhaar W
Widerristhöhe: 59 cm - 70 cm und einem Gewicht von 30 – 40
Immer Grau
Weimaraner Langhaar
Widerristhöhe:
Rüden: 59 - 70 cm
Hündinnen: 57 - 65 cm
Gewicht:
Rüden: ca. 30 - 40 kg
Hündinnen: ca. 25 - 35 kg.
Deutsch-Langhaar DL
Großer Münsterländer GM
Widerristhöhe: 64 cm 
Kleiner Münsterländer KLM
Deutsch-Stichelhaar DST
Widerristhöhe: 70 cm groß.
Er besitzt borstiges bis hartes Haar, das etwa 4 cm lang ist.
Griffon Gr
Widerristhöhe: 48-56 cm
Gewicht: 18-22 kg
Deutsch-Drahthaar DD
Widerristhöhe: 68 cm und 44 kg
Pudelpointer PP
Markant ist sein “Bartgesicht”
Widerristhöhe:
Rüde:    60/65 cm
Hündin:    55/60 cm
   
Englische Vorstehhunde
Gordon Setter GS
Pointer P
Irisch Setter IS
Schulterhöhe:
Rüden: 58-67cm
Hündinnen: 55-62cm
Gewicht: 27-32 kg
Englisch Setter ES
Widerristhöhe: bis 68 cm
Gewicht: bis 30 kg
   
Ungarische Vorstehhunde   Sonstige Vorstehhunde
Kurzhaariger Magyar Vizsla UK
Widerristhöhe: Rüde 58–64cm
Drahthaariger Magyar Vizsla UL
Widerristhöhe: Rüde 58–64cm
Bretonischer Vorstehhund EB
Erdhunde: Teckel (Dachshunde, Dackel)
Als Bau- oder Erdhunde werden jene Jagdhunderassen bezeichnet, die dem Raubwild unter die Erde folgen können und es dadurch
zum Verlassen des Baues bewegen (Sprengen).
Im wesentlichen werden Fuchs und Dachs auf diese Weise bejagt
Erdhunde sind mutig, unempfindlich und können sich auch gegen Angriffe des Wildes wehren. Sie haben wegen ihrer kurzen Beine
Probleme in schwierigem Gelände.
Im Wald sind Dackel und Terrier als Stöberhunde bei Drückjagden sehr beliebt.
Einsatzgebiet:
Bauarbeit, Stöbern, Schweißarbeit
Kurzhaarteckel KT
Langhaarteckel LT
Rauhaarteckel RT
Terrier
Deutscher Jagdterrier DJT
Foxterrier FT
Parson Russel Terrier
2) Detaillierte Inhalte (Ablauf) der OBP (Ordnung zur Brauchbarkeitsprüfung) insbesondere die Inhalte der 8 Prüfungsfächer ( 3 vordem Schuß / 5 Nachdem Schuß)

Die Dachorganisation des Jagdhundewesens:
Jagdgebrauchshundverband - JGHJ

§ 13 Prüfungsfächer vor dem Schuss (Gehorsamsfächer)

1. Appell
Den Appell hat der Hund ohne Wildberührung dadurch zu beweisen, dass er dem Führer auf Pfiff, Zuruf oder Zeichen Folge leistet. Bei der Prüfung wird der Führer aufgerufen. Nach Weisung schnallt er seinen Hund. Dieser darf sich längere Zeit der Einwirkung seines Führers nicht entziehen. Der Führer lässt ihn einige Minuten frei laufen und gibt dabei auf Zuruf des Obmanns einen Schuss und bei Bedarf einen weiteren Schuss ab. Der Hund soll möglichst unbeeindruckt weitersuchen. Nach Feststellung der Schussfestigkeit ist der Hund erst nach Aufforderung wieder anzuleinen. Handscheue, schussscheue und hochgradig schussempfindliche Hunde scheiden aus.

2.Verhalten am Stand
Bei einem improvisierten Treiben werden die Führer mit ihren angeleinten Hunden als Schützen an einer Dickung aufgestellt, die von einigen Personen mit dem üblichen Treiberlärm durchgegangen wird. Jeder Führer hat - jeweils auf Anordnung eines Prüfers - zu schießen. Der Hund soll sich bei dieser Prüfung durchaus ruhig verhalten, er soll nicht anhaltend Laut geben oder anhaltend winseln und soll nicht an der Leine reißen.

3. Leinenführigkeit
Sie wird im lichten Stangenholz geprüft. Der Führer muss die Umhängeleine lose durchhängen lassen, er darf sie nicht in der Hand halten. Der Hund soll nicht an der Leine ziehen und soll beim Umgehen von Bäumen unmittelbar seinem Führer folgen.

§ 14 Prüfungsfächer nach dem Schuss

1.Rotfährten
Bei der Prüfung auf der Rotfährte muss der Hund eine 300m lange Riemenarbeit bis zum Stück leisten. Todverbellen und Todverweisen werden auf der BP (Brauchbarkeitsprüfung) nicht geprüft.

Die Riemenarbeit ist mit gerechter Schweißhalsung und mindestens 6m langem, voll abgedocktem Schweißriemen oder entsprechender Leine durchzuführen. Bei der Riemenarbeit müssen die drei Prüfer dem Hund folgen. Der Hundeführer darf den Hund vorübergehend anhalten oder ablegen, um selbst nach Schweiß zu suchen. Er darf den Hund auch durch Vor- oder Zurückgreifen oder sonstige gerechte Hilfen unterstützen. Nur in diesen Fällen sollen die Prüfer stehen bleiben, niemals aber dürfen sie warten, wenn sie feststellen, dass der Hund von der Fährte abgekommen ist, ohne dass es der Führer merkt. Vielmehr sollen die Prüfer auch in einem solchen Fall dem arbeitenden Hund folgen. Ist der Hund mehr als etwa 60m von der Fährte abgekommen, ohne dass der Hundeführer ihn entsprechend korrigiert, rufen die Prüfer den Hundeführer zurück, damit dieser seinen Hund neu anlegen kann. Der Hund darf zweimal zurückgenommen und neu angelegt werden. Korrigiert der Hundeführer seinen abgekommenen Hund innerhalb der Entfernung von etwa 60m, gilt dies nicht als neues Anlegen.

2. Verhalten am Stück
Der Riemenarbeiter wird nach erfolgreicher Arbeit unangeleint am Stück abgelegt. Er darf dabei eine Halsung tragen und neben ihn darf ein Gegenstand (z.B. Rucksack) gelegt werden. Der Hund wird von den Prüfern beobachtet, die sich außer Wind so verbergen müssen, das er sie nicht eräugen kann. Alle anderen Personen müssen sich ebenfalls außer Wind und weit außer Sicht des Hundes begeben. Der Führer darf auf seinen Hund nicht einwirken. Sobald die den Hund beobachtenden Prüfer das Verhalten beurteilen können, was höchstens fünf Minuten dauern soll, kann der Führer seinen Hund abholen. Das Verlassen des Stückes ist dem Hund nicht als Fehler anzurechnen. Auch nicht der Versuch des Apportierens. Hunde, die anschneiden, scheiden aus.

3. Verlorenbringen von Hasen oder Wildkaninchen auf der Schleppe
Diese Arbeit muss im Walde geprüft werden. Von dem mit etwas Bauchwolle gekennzeichneten Anschuß wird das Wild unter Einlegung von zwei stumpfwinkligen Haken (Kurven) 300m weit geschleppt.

Die Schleppen müssen jeweils von einem Prüfer gelegt werden. Die Entfernung zwischen den Schleppen muss in ihrer ganzen Länge mindestens 80m betragen. Der Hundeführer gibt dem Prüfer an, ob er ein oder zwei Stück Wild (gleicher Wildart) zur Schleppenarbeit verwenden will. Werden zwei Stück Wild gewünscht, kann der Führer bestimmen, welches Stück am Ende der Schleppe niederzulegen ist.

Das zum Bringen bestimmte Stück darf nicht in eine Bodenvertiefung gelegt oder versteckt werden. Nach dem Legen der Schleppe hat sich der Prüfer in Verlängerung der Schleppe zu entfernen und sich außer Wind so zu verbergen, das er vom Hund nicht eräugt werden kann. Bei Schleppenarbeit mit zwei Stück Wild muss er das verbliebene Stück frei, etwa 3m, vor sich hinlegen. Er darf dem Hund nicht verwehren, dieses Stück aufzunehmen. Jedes niedergelegte Stück Wild muss von der Schleppleine befreit sein.

Der Hund darf das Legen der Schleppe nicht eräugen.

Der Hundeführer darf die ersten 20m der Schleppe am Riemen arbeiten. Dann muss er den Hund ablaufen lassen und stehen bleiben. Falls der Hund zurückkehrt und nicht selbständig die Schleppe wieder annimmt, darf der Hundeführer ihn noch zweimal ansetzen. Unter Ansetzen ist dabei jede Einwirkung des Hundeführers auf den Hund zu verstehen, erneut die Schleppe aufzunehmen.

Dachshunde können auf der Haarwildschleppe anstelle der freien Schleppenarbeit Riemenarbeit oder Arbeit an der Feldleine (die mindestens 6m lang sein muss) leisten. Dabei sollen geeignete Markierungen verwendet werden, damit die Prüfer den Spurverlauf erkennen können. Die gewählte Arbeit ist vom Führer vorher anzusagen. Bezüglich Ansetzen und Abkommen sind die Bestimmungen wie bei der Arbeit auf der Rotfährte (§ 14a) sinngemäß anzuwenden.

4. Verlorenbringen von Federwild
Eine Federwildschleppe wird möglichst mit Nackenwind auf bewachsenem Boden unter Einlegung von zwei stumpfwinkeligen Haken mindestens 150m weit (ca. 200 Schritte) gelegt.

Bei der Federwildschleppe der Dachshunde darf der Führer seinem Hund nach dem Aufnehmen des Stückes entgegengehen, jedoch höchstens bis zur Hälfte der Schleppenstrecke. Das Heranziehen des Stückes steht dem Bringen gleich. Die Riemenarbeit der Dachshunde bei der Federwildschleppe entfällt.

Im Übrigen sind die Bestimmungen der Nummern 2 bis 5 von Buchstabe c) (Haarwildschleppe) sinngemäß anzuwenden.

5.Wasserarbeit
Eine tote Ente wird in - erforderlichenfalls auch hinter - eine Schilfpartie oder Deckung mindestens 10m weit geworfen. Der Hund darf weder das Werfen noch die im Wasser liegende Ente vom Ufer aus eräugen können. Diese Ente muss der Hund finden und seinem Führer bringen. Es ist dem Hundeführer gestattet, seinen Hund bei dieser Arbeit durch Zuruf, Wink oder Pfiff zu unterstützen und zu lenken, erforderlichenfalls auch durch richtungweisenden Steinwurf. Der Hund muss innerhalb von fünf Minuten das Wasser annehmen.

Zur Prüfung der Schussfestigkeit bei der Wasserarbeit wird, für den Hund sichtig, eine tote Ente möglichst weit in das offene Wasser geworfen und der Hund zum Bringen aufgefordert. Der Hund muss innerhalb von zwei Minuten nach dem ersten Ansetzen das Wasser annehmen. Während dann der Hund auf die Ente zuschwimmt, gibt der Hundeführer oder ein Dritter auf Anweisung des Richterobmannes einen zur Feststellung der Jagdlichen Brauchbarkeit geeigneten Schrotschuss ab. Der Hund muss nun die Ente bringen.

Für die Dachshunde steht das Anländen dem Bringen gleich.

Anforderungen bei den Schleppen- und Wasserarbeiten
Beim Verlorenbringen von Haar- und Federwild hat der Hund das Stück zu finden und in gutem Zustand zu bringen. Ein Hund, der ein Stück beim erstmaligen Finden nicht bringt, scheidet aus der Prüfung aus. Im Falle der Verwendung von zwei Stück bei den Schleppenarbeiten wird das Finden des einen und das Bringen des anderen Stückes nicht als Fehler gewertet.

Wird ein Hund bei der Schleppenarbeit oder beim Bringen durch außergewöhnliche Umstände gestört, so ist es in das Ermessen der Prüfer gestellt, ihm eine neue Arbeit zu gewähren.
3) Welche Hundeprüfungen kennen Sie?

VJP = Verbandsjugendprüfung
Natürliche Anlagen wie Spurarbeit, Nase, Suche, Vorstehen, Führigkeit werden geprüft. Der Hund ist ein Jahr alt.

HZP= Herbstzuchtprüfung
Erweiterte Anlagenprüfung der Vorstehhunde. Zusätzlich zu den Prüfungsfächern der Verbandsjugendprüfung kommen hinzu:
Wasserarbeit, Verlorenbringen von Hase und Federwild auf der Schleppe, Art des Bringens, Gehorsam, Arbeitsfreude. Der Hund ist ein Jahr alt.

VGP= Verbandsgebrauchsprüfung
Die VGP ist die Meisterprüfung für Vorstehhunde.
Die Prüfung wird an zwei Tagen durchgeführt mit 5 Arbeitsbereichen:
- Waldarbeit (Schweißfährte)
- Wasserarbeit (Apportieren und Stöbern)
- Feldarbeit (Suche und Vorstehen)
- Gehorsam
- Bringen (Apportieren)
Höchstalter: 24 Monate

VSwP = Verbandsschweißprüfung
Dabei wird mit einem viertel Liter Blut (Schweiß) eine 1000m lange Fährte im (Tupf- oder Spritzverfahren) mit 3 Haken und 2 Wundbetten gelegt. Die Nachsuche erfolgt dann nach mindestens 20 oder sogar nach 40 Stunden.
4) Sie wollen sich einen Jagdhund anschaffen. Welches sind Ihre ersten Überlegungen?
- Habe ich ausreichend Zeit für das Tier?
- Habe ich eine Tierhaarallergie?
- Habe ich einen Pflegeplatz für den Hund, wenn ich mal nicht da bin?
- Ist meine Wohnung und mein Garten groß genug?
- Wer kümmert sich tagsüber um das Tier?
- Für welche Jagdarten brauche ich den Hund?
5) Sie wollen sich einen Jagdhund zulegen und haben Kleinkinder zu Hause? Was tun Sie?
Ich stimme mich mit der Familie ab, ob die überhaupt einen Hund wollen.
Mache mich über Literatur, BJV und Internet kundig, was für ein Hund als Jagdhund taugt und trotzdem kinderlieb ist.
6) Welche Möglichkeiten haben Sie, um an Ihren Wunschhund zu kommen?
Ich schaue über Fachzeitschriften, Jagdverband und Internet, wer Hunde anbietet.
7) Auf was müssen Sie achten, wenn Sie den Hund jagdlich führen wollen?
Ob er für meine bevorzugten Jagdarten geeignet ist.
Ober bereits die Brauchbarkeitsprüfung des Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V
oder eine seiner angeschlossenen Verbände bestanden hat.
8) Sie lesen in einer Annonce folgende Abkürzungen: DK, 3/2, gew. 11/6,JP, HZP, BrP, VGP. Was bedeuten diese?

DK, 3/2, gew. 11/6,JP, HZP, BrP, VGP

Deutsch Kurzhaar | Wurfstärke: 3 Rüden / 2 Hündinnen | geworfen am 11.Mai | Jugendprüfung | Verbands-Herbstzuchtprüfung | BrauchbarkeitsPrüfung | Verbands-Gebrauchsprüfung

 

Abkürzung

Bedeutung

AZP

Alterszuchtprüfung

BrP

Brauchbarkeitsprüfung

Btr

Bringtreueprüfung (am Fuchs)

BP

Bauprüfung

BLP

Bringleistungsprüfung

D

Derby

g

gut

gen

genügend

gew

geworfen, gewölft

Gs

Gebrauchsieger

Gp

Gebrauchsprüfung

HZP

Verbands-Herbstzuchtprüfung

HN

Härtenachweis

IKP

Internationale Kurzhaarprüfung

JP

Jugendprüfung

JGHV

Jagdgebrauchshund-Verband

LZ

Leistungsziffer

PO

Prüfungsordnung

Sw I

Verbands-Schweißprüfung auf der 20 Std. Fährte mit sehr gut (I. Preis) bestanden

Sw II/II

Verbands-Schweißprüfung auf der 20/40 Std. Fährte mit gut (II. Preis) bestanden

Sw III/III

Verbands-Schweißprüfung auf der 20/40 Std. Fährte mit genügend (III. Preis) bestanden

sg

sehr gut

sg/v

Hund wurde auf Form- und Haarwert beurteilt und mit der Formwertnote "sehr gut" und der Haarwertnote "vorzüglich" bewertet

S

Solms (Herbstzuchtprüfung des DK-Verbandes)

SchwhN

Schweißprüfung auf natürlicher Wundfährte

Tvb

Totverbeller

VJP

Verbands-Jugendprüfung

VGP

Verbands-Gebrauchsprüfung

VSwP

Verbands-Schweißprüfung

Vbr

Verlorenbringerprüfung auf natürlicher Wundspur (Hase oder Fuchs)

VZOP

Verbands-Zuchtprüfungsordnung(en)

VGPO

Verbands-Gebrauchsprüfungordnung

VPS

Verbandsprüfungen nach dem Schuß

VSwPo

Verbands-Schweißprüfungsordnung

VFSPO

Verbandsfährtenschuhprüfungsordnung

WT

Wurftag

wdl

Waidlaut

sil

sichtlaut

spl

spurlaut

WP

Wasserprüfung

  

9) Welche Verbandsgebrauchshundeprüfungen (VGP) kennen Sie?
Die VGP ist die Meisterprüfung für Vorstehhunde.
Die Prüfung wird an zwei Tagen durchgeführt mit 5 Arbeitsbereichen:
- Waldarbeit (Schweißfährte)
- Wasserarbeit (Apportieren und Stöbern)
- Feldarbeit (Suche und Vorstehen)
- Gehorsam
- Bringen (Apportieren)
Höchstalter: 24 Monate
10) Sie haben einen Züchter in die engere Wahl genommen. Was tun Sie?
Ich vereinbare einen Termin mit ihm, und schaue mir die Hunde an.
11) Wann erfolgt die Auswahl des Welpen? Wann hohlen Sie ihn zu sich nach Hause?
- Auswahl nach etwa zwei Wochen.
- Ich suche mit ein Tier aus, das etwas neben den spielenden Welpen steht, und  über der Sache steht. Der ist am weitesten entwickelt, und könnte ein guter Jagdhund werden.
- Nach Hause hohlen nach etwa 8 Wochen.
12) Was fragen / überprüfen Sie, wenn Sie einen Hund abholen?
- Ich brauche den Impfpass
- Frage ob das Tier entwurmt wurde
- Frage / schaue nach es bereits einen Chip oder eine Tätowierung im Ohr hat.
13) Welche Eintragungen erwarten Sie im Impfbuch.
 

Parvovirose:

6. bis 8. Woche

jährlich

Zwingerhusten:

6. bis 8. Woche

jährlich

Hepatitis:

8. bis 10 Woche

mindestens alle 2 Jahre

Leptospirose:

8. bis 10 Woche

jährlich

Staupe:

8. bis 10 Woche

mindestens alle 2 Jahre

Tollwut:

8. bis 10 Woche

jährlich

14) Warum werden Welpen bereits nach sechs Wochen einer Wurmkur unterzogen?
Während die Welpen hauptsächlich mit Spul- und Hakenwürmern infiziert sind, nimmt im weiteren Leben des Hundes die Bedeutung
der Bandwürmer zu. Eine Entwurmung tötet, lediglich die vorhandenen Würmer und Larvenstadien.
Sie verhindern keinen Neubefall!
Die erste Wurmkur mit 2 Wochen, dann alle 2 Wochen bis die Welpen sie 9 Wochen sind.
15) Wie oft sollen Hunde danach entwurmt werden?
Da die Entwurmung nicht vorbeugend wirkt, ist es wichtig sie regelmäßig etwa 3-4 x jährlich zu wiederholen.
16) Wann erfolgt die erstmalige Impfung gegen Tollwut und warum?
Mit 4 Monaten.
Besteht der Verdacht, daß der Hund Kontakt mit einem infizierten Tier hatte, wird er eingeschläfert – egal ob er infiziert wurde oder nicht.
17) Wie oft soll die Tollwutimpfung nach der erstmaligen Impfung aufgefrischt werden?
Jedes Jahr ein mal.
18) Was für eine Erkrankung ist Tollwut?
Tollwut wird vor allem durch Speichel bei Bissen übertragen.
Bei der Tollwut handelt es sich um eine Virusinfektion mit dem Lyssa-Virus. Dieses auf Nervenzellen spezialisierte Virus wird vor allem direkt durch Biss mit Kontakt zu infiziertem Speichel übertragen.
Nahezu alle warmblütigen Spezies sind für eine Infektion mit dem Virus empfänglich, so neben allen Haus- und Nutztieren auch der Mensch.
Das Virus vermehrt sich zunächst an der Eintrittsstelle und wandert dann entlang der Nerven in einer unterschiedlich langen Zeit (Tage bis Monate) in Richtung zentrales Nervensystem und von dort zu den Speicheldrüsen. Die natürliche Inkubationszeit beträgt 2-24 Wochen.
Die klassische Tollwut geht beim Hund mit unterschiedlich stark ausgeprägten Verhaltensänderungen und weiteren neurologischen Symptomen einher.
Das Tier kratzt sich blutig, beißt sich selbst und schluckt Steine, Kronkorken und sonstigen Müll.
Weiterhin charakteristisch ist starkes Speicheln, das auf Schluckstörungen zurückzuführen ist.
Mit dem Einsetzen der klinischen Symptome ist der Verlauf stets tödlich.
19) Sie sind mit Ihrem Hund zu Hause angekommen. Was tun Sie als erstes?
Dem Hund wird ein fester Platz zugewiesen. Das ist dort wo sein Korb steht.
20) Wie oft füttern Sie Ihren Hund?
Alter: gesäugt bis zur 7-ten Woche
Alter: 7-8 Wochen 6-4 Mahlzeiten
Alter: ab 14 Wochen 3
Alter: ab ½ Jahr 2
Alter: ab 1 Jahr 1
21) Wie nennt man die Grunderziehung des Hundes, was beinhaltet sie und wann beginnt man mit ihr?
Vorerziehung oder Stubendressur
Inhalte:
- Stubenreinheit
- Gewöhnung an den Name (Rufen)
- Gewöhnung an Signale (Pfiff)
- Kontakt und Gewöhnung an Halsung und Leine.
22) Welches ist das wichtigste Kommando an einem Jagdhund, wie heißt es und was zeichnet es aus?
„Down“ oder Halt
Sichtzeichen: Hochheben eines Armes
Rufzeichen: Down, Halt, scharfer Triller
Hund muß in Downlage gehen. Kopf liegt zwischen den nach vorne ausgestreckten Vorderläufen.
Downlage ist eine Zwangshaltung für kurze Zeit!
23) Wie nennt man es, wenn ein zweiter Hund den ersten beim Vorstehen unterstützt?
Sekundieren
24) Was bedeutet der Begriff Nachziehen und Nachprellen? Wie sind sie zu werten?
Nachprellen: Hund hetzt dem aufgestandenen Wild nach (ist nicht erwünscht)
Nachziehen: Langsames folgen einer Spur.
25) Auf was stehen Vorstehhunde vor?
Ja auf Wild.
26) Was ist der Unterschied zwischen Buschieren, Suchen und Stöbern?

Suchjagd:
Die Suchjagd erfolgt im freien Feld, in ÜBERSICHTLICHEN Gelände, mit dem Vorstehhund (z.B. Deutsch-Drahthaar, Großer und Kleiner Münsterländer oder Irish-Setter), der die Wildarten Hase, Kanin, Rebhuhn oder Fasan durch weites Absuchen der Felder findet, vorsteht und nach dem Schuß apportiert.

Buschieren:
Beim Buschieren sucht der Vorstehhund, NICHT SPURLAUT unter der Flinte (ca. 25 – 30 Meter vor dem Schützen) in gruppiert bewachsenem aber NOCH UNÜBERSICHTLICHEM Gelände. Er zeigt Niederwild durch Vorstehen an, so daß der Schütze es erlegen kann. Auf Kommando machen er das Wild hoch.

Stöberjagd:
Zur Stöberjagd werden SPURLAUTE Stöberhunde in UNÜBERSICHTLICHEM Gelände eingesetzt. Die Hunde durchsuchen selbständig Hecken, Dickungen, Jungwald und Schilfpartien nach Wild, und treiben es aus der Deckung heraus dem Jäger zu.
27) Was müssen Sie bei der Wasserarbeit beachten?
Immer die Halsung abmachen.
Nicht in Gewässer mit steilem Rand, reißendem Wasser oder Eis schicken.
28) Was machen Sie mit dem nassen Hund?
Schütteln lassen, dann abtrocknen.
29) Was machen Sie mit dem Hund nach der Bauarbeit?
Auf Parasiten wie Flöhe untersuchen und dann waschen.
30) Ihr Hund zeigt ein stumpfes Haarkleid und rutscht auf den Keulen? Unter was leidet er vermutlich?
Würmer
31) Wofür könnte Rutschen auf den Keulen (neben dem Wurmbefall) noch sprechen?
Volle bzw. verstopfte Analdrüsen.
32) Was für eine Funktion haben die Analdrüsen?
Die Analdrüsen liegen beim Hund jeweils rechts und links etwas unterhalb unterhalb des Afters.
Eine kleine Verbindung führt von jeder Drüse zu den beiden Ausgängen direkt seitlich neben dem Anus.

Alle Raubtiere haben Analdrüsen, sie benutzen sie jedoch zu unterschiedlichen Zwecken. Stinktiere, zum Beispiel, setzen das Sekret dieser Drüsen zur Verteidigung gegen Feinde ein. Hunde hingegen benutzen dieses Sekret in erster Linie, um ihr Revier zu markieren und zur Kommunikation.
Jedes Mal wenn ein Hund Kot absetzt, wird Druck auf die Analdrüsen ausgeübt und es erfolgt eine Sekretabsonderung. Wenn nun andere Hunde an einem gefundenen Häufchen schnuppern, wissen sie, wer genau in ihrer Nachbarschaft war. Außerdem erkennen sich Hunde, indem sie gegenseitig ihre Analregionen beschnuppern, denn: jeder Hund entwickelt einen ganz eigenen, spezifischen Geruch.
33) Woran erkennen Sie eine Staupeerkrankung Ihres Hundes?
- Geschwollene, gerötete Augenlieder.
- Eitriger Augen- und Nasenausfluss.
- Staupegebiss
Staupeerkrankung
34) Woran erkennen Sie, ob Ihr Hund Fieber hat?
Hat ein Hund Fieber, kann sich das durch übermäßig starkes Hecheln äußern.
Die Nase eines gesunden Hundes ist immer feuchtnass.
Ist sie warm oder trocken, kann es sein, dass der Hund Fieber hat.
Die Temperatur kann nur durch rektales Fiebermessen ermittelt werden.
35) Wie ist die Zwingerhaltung zu bewerten, was spricht für die Zwingerhaltung?
Durch den gezielten Umgang mit seinem „Herrn“ wird der Hund gehorsamer
Hund ist ganztags an der frischen Luft und wird so abgehärtet. Das verbessert die Leistungsfähigkeit im jagdlichen Einsatz.
36) Wie muß ein Zwinger beschaffen sein?
Grundfläche in der sich der Hund frei bewegen kann:
- bis 50 cm Wiederristhöhe 6 qm
- bis 65 cm Wiederristhöhe 8 qm
- über 65 cm Wiederristhöhe 10 qm
Für weiteren Hund kommen ½ der Fläche dazu.
37) Anforderungen des Zwingers.
- keine Verletzungsgefahr
- 1 Teil Überdacht zum Schutz vor Witterungseinflüssen
- Schutzhütte
- mind. 1 Seite freie Sicht
- bei mehreren Zwingern auf einem Grundstück: Sichtkontakt zwischen Hunden
- täglich frisches Wasser
38) Wann ist ein Hund brauchbar, im Sinne des Gesetzes?
Wenn er die Brauchbarkeitsprüfung bzw. Jagdeignungsprüfung bestanden hat.
39) Welche Fächer werden in der Brauchbarkeitsprüfung für alle Reviere geprüft und welche sind diese?
Hierfür muß er zuerst im Zuchtbuch eines Zuchtverbandes eingetragen sein.
- Geprüft wird dann:
- Gehorsam
- Schussfestigkeit
- Schweißarbeit auf Schalenwild
- Bringen von Haar- und Federwild auf der Schleppe
- Wasserarbeit (Bringen der Ente aus tiefem Schilfwasser)
40) In was gliedert sich die Wasserarbeit und wie wird sie geprüft?
1. Zur Prüfung der Schussfestigkeit bei der Wasserarbeit wird, für den Hund sichtig, eine tote Ente möglichst weit in das offene Wasser geworfen und der Hund zum Bringen aufgefordert. Der Hund muss innerhalb von zwei Minuten nach dem ersten Ansetzten das Wasser annehmen. Während dann der Hund auf die Ente zuschwimmt, gibt der Hundeführer oder ein Dritter auf Anweisung des Richterobmannes einen zur Feststellung der jagdlichen Brauchbarkeit geeigneten Schrotschuss ab. Der Hund muss nun die Ente bringen.

2. Eine tote Ente wird in - erforderlichenfalls auch hinter - einer Schilfpartie oder Deckung mindestens 10m weit geworfen. Der Hund darf weder das Werfen noch die im Wasser liegende Ente vom Ufer aus eräugen können. Diese Ente muss der Hund finden und seinem Führer bringen. Es ist dem Hundeführer gestattet, seinen Hund bei dieser Arbeit durch Zuruf, Wink oder Pfiff zu unterstützen und zu lenken, erforderlichenfalls auch durch richtungsweisenden Steinwurf. Der Hund muss innerhalb von fünf Minuten das Wasser annehmen.

3. Zur Prüfung mit der lebenden Ente bei der Wasserarbeit wird, für den Hund nicht sichtig, eine lebende Ente, an den Schwingfedern für kurze Zeit flugunfähig gemacht, in das offene Wasser geworfen und der Hund aus 30 Metern zum Bringen aufgefordert. Der Hund muss nun die Ente ohne weitere Einwirkung bringen.
Eine Ente apportieren
41) Wie wird die Leinenführigkeit geprüft?
Der Führer geht mit dem angeleinten Hund und frei durchhängender Leine durch ein Stangenholz oder eine Kultur.
Der Hund soll dem Führer ohne lautes Kommando folgen. Die Leine darf sich nicht verfangen und der Führer nicht am schnellen Vorwärtskommen gehindert werden.
Der Führer muss mehrfach dicht an einzelnen Bäumen rechts und links vorbeigehen.
Die Leine darf sich höchstens zweimal verfangen. Als Verfangen zählt auch das Voreilen oder Zurückbleiben des Hundes, wenn dabei die Leine gestrafft wird.
42) Wie wird Appell geprüft?
Den Appell hat der Hund ohne Wildberührung dadurch zu beweisen, dass er dem Führer auf Pfiff, Zuruf oder Zeichen Folge leistet.
Bei der Prüfung wird der Führer aufgerufen. Nach Weisung schnallt er seinen Hund. Dieser darf sich längere Zeit der Einwirkung seines Führers nicht entziehen.
Der Führer lässt ihn einige Minuten frei laufen und gibt dabei auf Zuruf des Obmanns einen Schuss und bei Bedarf einen weiteren Schuss ab.
Der Hund soll möglichst unbeeindruckt weitersuchen. Nach Feststellung der Schussfestigkeit ist der Hund erst nach Aufforderung wieder anzuleinen.
Handscheue, schussscheue und hochgradig schussempfindliche Hunde scheiden aus.
43) Wie wird das Verhalten am Stand geprüft?
Bei einem improvisierten Treiben werden die Führer mit ihren angeleinten Hunden als Schützen an einer Dickung aufgestellt,
die von einigen Personen mit dem üblichen Treiberlärm durchgegangen wird.
Jeder Führer hat - jeweils auf Anordnung eines Prüfers - zu schießen.
Der Hund soll sich bei dieser Prüfung durchaus ruhig verhalten, er soll nicht anhaltend Laut geben oder anhaltend winseln und soll nicht an der Leine reißen.
44) Wie wird das Verlorenbringen von Haarwild geprüft?
1. Diese Arbeit muss im Walde geprüft werden. Von dem mit etwas Bauchwolle gekennzeichneten Anschuss wird das Wild unter Einlegung von zwei stumpfwinkligen Haken 300m weit geschleppt.

2. Die Schleppen müssen jeweils von einem Prüfer gelegt werden. Die Entfernung zwischen den Schleppen muss in ihrer ganzen Länge mindestens 80m betragen. Der Hundeführer gibt dem Prüfer an, ob er ein oder zwei Stück Wild (gleicher Wildart) zur Schleppenarbeit verwenden will. Werden zwei Stück Wild gewünscht, kann der Führer bestimmen, welches Stück am Ende der Schleppe niederzulegen ist.

3. Das zum Bringen bestimmte Stück darf nicht in eine Bodenvertiefung gelegt oder versteckt werden. Nach dem Legen der Schleppe hat sich der Prüfer in Verlängerung der Schleppe zu entfernen und sich außer Wind so zu verbergen, dass er vom Hund nicht eräugt werden kann. Bei Schleppenarbeit mit zwei Stück Wild muss er das verbliebene Stück frei, etwa 3m, vor sich hinlegen. Er darf dem Hund nicht verwehren, dieses Stück aufzunehmen. Jedes niedergelegte Stück Wild muss von der Schleppleine befreit sein.

4. Der Hund darf das Legen der Schleppe nicht eräugen.

5. Der Hundeführer darf die ersten 20m der Schleppe am Riemen arbeiten. Dann muss er den Hund ablaufen lassen und stehen bleiben. Falls der Hund zurückkehrt und nicht selbstständig die Schleppe wieder annimmt, darf der Hundeführer ihn noch zweimal ansetzten. Unter Ansetzen ist dabei jede Einwirkung des Hundeführers auf den Hund zu verstehen, erneut die Schleppe aufzunehmen.

Verlorenbringen von Haarwild
45) Wie wird das Verlorenbringen von Federwild geprüft?

1. Eine Federwildschleppe wird möglichst mit Nackenwind auf bewachsenem Boden unter Einlegung von zwei stumpfwinkeligen Haken mindestens 150m weit (ca. 200 Schritte)

2. Die Schleppen müssen jeweils von einem Prüfer gelegt werden. Die Entfernung zwischen den Schleppen muss in ihrer ganzen Länge mindestens 80m betragen. Der Hundeführer gibt dem Prüfer an, ob er ein oder zwei Stück Wild (gleicher Wildart) zur Schleppenarbeit verwenden will. Werden zwei Stück Wild gewünscht, kann der Führer bestimmen, welches Stück am Ende der Schleppe niederzulegen ist.

3. Das zum Bringen bestimmte Stück darf nicht in eine Bodenvertiefung gelegt oder versteckt werden. Nach dem Legen der Schleppe hat sich der Prüfer in Verlängerung der Schleppe zu entfernen und sich außer Wind so zu verbergen, dass er vom Hund nicht eräugt werden kann. Bei Schleppenarbeit mit zwei Stück Wild muss er das verbliebene Stück frei, etwa 3m, vor sich hinlegen. Er darf dem Hund nicht verwehren, dieses Stück aufzunehmen. Jedes niedergelegte Stück Wild muss von der Schleppleine befreit sein.

4. Der Hund darf das Legen der Schleppe nicht eräugen.

5. Der Hundeführer darf die ersten 20m der Schleppe am Riemen arbeiten. Dann muss er den Hund ablaufen lassen und stehen bleiben. Falls der Hund zurückkehrt und nicht selbstständig die Schleppe wieder annimmt, darf der Hundeführer ihn noch zweimal ansetzten. Unter Ansetzen ist dabei jede Einwirkung des Hundeführers auf den Hund zu verstehen, erneut die Schleppe aufzunehmen.

Verlorenbringen von Federwild
46) Wie wird die Schweißarbeit geprüft?
Bei der Prüfung auf der Rotfährte muss der Hund eine 300m lange Riemenarbeit bis zum Stück leisten. Todverbellen und Todverweisen werden auf der BP (Brauchbarkeitsprüfung) nicht geprüft.

Die Riemenarbeit ist mit gerechter Schweißhalsung und mindestens 6m langem, voll abgedocktem Schweißriemen oder entsprechender Leine durchzuführen. Bei der Riemenarbeit müssen die drei Prüfer dem Hund folgen. Der Hundeführer darf den Hund vorübergehend anhalten oder ablegen, um selbst nach Schweiß zu suchen. Er darf den Hund auch durch Vor- oder Zurückgreifen oder sonstige gerechte Hilfen unterstützen. Nur in diesen Fällen sollen die Prüfer stehen bleiben, niemals aber dürfen sie warten, wenn sie feststellen, dass der Hund von der Fährte abgekommen ist, ohne dass es der Führer merkt. Vielmehr sollen die Prüfer auch in einem solchen Fall dem arbeitenden Hund folgen. Ist der Hund mehr als etwa 60m von der Fährte abgekommen, ohne dass der Hundeführer ihn entsprechend korrigiert, rufen die Prüfer den Hundeführer zurück, damit dieser seinen Hund neu anlegen kann. Der Hund darf zweimal zurückgenommen und neu angelegt werden. Korrigiert der Hundeführer seinen abgekommenen Hund innerhalb der Entfernung von etwa 60m, gilt dies nicht als neues Anlegen.

Die Schweißarbeit wird im Walde auf einer vorher markierten, gespritzten oder getupften Fährte geprüft, die über Nacht steht und 300m lang sein muss. Beim Legen der Fährte werden die Markierungen entfernt und wieder so angebracht, dass sie vom Führer beim Ausarbeiten der Rotfährte nicht gesehen werden können.
In der Fährte sind 2 Hacken, außerdem nach etwa 100m bis 150m ein Wundbett einzulegen.
Für die Fährte darf höchstens ein viertel Liter frischer Wildschweiß verwendet werden.
47) Wie wird die Anschneideprüfung geprüft?
Der Riemenarbeiter wird nach erfolgreicher Arbeit unangeleint am Stück abgelegt. Er darf dabei eine Halsung tragen und neben ihn darf ein Gegenstand (z.B. Rucksack) gelegt werden. Der Hund wird von den Prüfern beobachtet, die sich außer Wind so verbergen müssen, das er sie nicht eräugen kann. Alle anderen Personen müssen sich ebenfalls außer Wind und weit außer Sicht des Hundes begeben. Der Führer darf auf seinen Hund nicht einwirken. Sobald die den Hund beobachtenden Prüfer das Verhalten beurteilen können, was höchstens fünf Minuten dauern soll, kann der Führer seinen Hund abholen. Das Verlassen des Stückes ist dem Hund nicht als Fehler anzurechnen. Auch nicht der Versuch des Apportierens. Hunde, die anschneiden, scheiden aus.
48) Welche Erleichterungen bei der Braubarkeitsprüfung sind für Dackel (Teckel) vorgesehen?
Wasserarbeit ist für den Teckel ein freiwilliges Fach
Riemenarbeit bei der Federwildschleppe entfällt
Anländern, sprich das Federwild an Land ziehen reicht aus.
49) Wie unterscheidet sich die reine Schalenwildprüfung von der Brauchbarkeitsprüfung für alle Reviere?

Brauchbarkeit nur zur Nachsuche und Schalenwild:
400m Fährte, ¼ Liter Schweiß, 3 Haken, Fährte steht über Nacht

Allgemeine Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild:
300m Fährte, ¼ Liter Schweiß, 2 Haken, Fährte steht mindestens 2 Stunden
50) Was verstehen Sie unter Bringselverweisen?
Hund nimmt ein Stück Riemen der an der Halsung befestigt ist, in den Fang und kommt
zum Hundeführer zurück, zeigt ihm so an, dass er das gesuchte Stück Wild gefunden hat.
51) Was sind Gründe für das Durchfallen des Hundes bei der Brauchbarkeitsprüfung?
- Hund ist schußscheu
- Hund findet das Wild nicht
- Hund schneidet das Wild an
- Vergräbt das Wild (Totengräber)
- Zerkaut das Wild (Knautscher)
52) Mit welcher visuellen Unterstützung geben Sie das Kommando „Sitz“?
Sichtzeichen: Hochheben des Zeigefingers
Rufzeichen: Sitz
Hund setzt sich hin
Beenden der Übung mit Kommando: „Komm“ oder „Fuß“
53) Mit welcher visuellen Unterstützung geben Sie das Kommando „Down“?
Sichtzeichen: Hochheben eines Armes
Rufzeichen: Down, Halt, scharfer Triller
Hund muß in Downlage gehen. Kopf liegt zwischen den nach vorne ausgestreckten Vorderläufen.
Downlage ist eine Zwangshaltung für kurze Zeit!
Beenden der Übung mit Kommando: „Komm“ oder Doppelpfiff
54) Mit welcher visuellen Unterstützung geben Sie das Kommando „Platz“?
Sichtzeichen: Ausstrecken der flachen Hand
Rufzeichen: Platz
Beenden der Übung durch persönliches Abholen
55) Wie legen Sie den Hund ab? Was ist dabei zu beachten?
Einen angenehmen Platz für den Hund nehmen.
Ablegen des Hundes mit dem Kommando „Platz“
Den Hund wieder persönlich abholen, und nicht durch ein Kommando abrufen.
56) Welche Pfiffe kennen Sie? Mit welchem Instrument werden sie gegeben?
Doppelpfeife / Hundepfeife mit Triller
Diese Pfeifen sind Frequenznormiert, und Pfeifen in zwei Frequenzen.

Ablegen:
Kommando: “Platz”
Handzeichen: Abwärtsbewegen der rechten Hand
Pfeifsignal: Langgezogener Pfiff

Herankommen:
Kommando: “Hier”
Pfeifsignal: Doppelpfiff

Pfeifen in zwei Frequenzen
57) Welche Hilfsmittel kann ich unterstützend einsetzen, um dem Hund das Kommando „Halt“ („Down“) beizubringen?
Das Down ist eine Gehorsamsübung und zugleich die Notbremse im Jagdeinsatz.
Auf Triller-Pfiff muß der Hund sich unverzüglich ablegen und zudem noch den Kopf auf den Boden legen.
Bei den ersten Übungen drückt man den Kopf mit der Hand leicht zu Boden und wiederholt dabei Triller und das Wort "DOWN".
Nach jeder erfolgreichen Übung gibt es ein Leckerlie.
Da diese Übung insgesamt dem Hund nicht sonderlich gefällt, da die Unterordnung sehr stark ist, sollte man mit Down-Übungen erst dann anfangen, wenn der Hund sehr gefestigt ist - z.B. mit 6 - 8 Monaten.
58) Wofür braucht man überhaupt einen Schweißriemen?
Um den Hund bei auf der Schweißfährte auch Links und Rechtes von der Fährte suchen zu lassen.
59) Wann beginnen Sie mit der „harten“ jagdlichen Ausbildung?
Beginn im Welpenalter
Die eigentliche Ausbildung 6-9 Monate
Im ersten Feld abgeschlossen (nach 2 Lebensjahren)
60) Wie lang ist ein Schweißriemen, und wie benutzt man ihn?
Ab 10 m.
Man kann den Hund beim Suchen noch steuern, z.B. links und rechts von der Fährte suchen lassen.

            
Schweißriemen aufdocken                                            Schweißriemen
61) Was zeichnet eine Schweißhalsung aus?
Ein breites Halsband – nicht würgend mit Wirbel gegen Verdrehen.
62) Wie nennt man eine einfache „Umhängeleine“?
Oberländer Führungsleine.
63) Wie nennt man eine Leine mit zusätzlichen „Fach“ für die Doppelpfeife?
Oberländerleine mit Doppelpfeife (Pfiff/Triller)
64) Was benutzen Sie, wenn Sie zwei Hunde führen wollen?
Eine Leine mit zwei Enden. Ganz links im Bild.
65) Was tun Sie, wenn Ihr Hund seine Leine anschneidet (an-/durchbeißt)?
Stabileres Material für Leine nehmen. Ggf. eine Kette oder Stahlseil.
66) Welche Hilfsmittel unterstützen Sie dabei, Ihrem Hund Apportieren beizubringen?
Tierdummys mit echtem Tierfell. Sollten der Größe des Welpen angepasst sein.
Dummy mit Kaninchenfell.
67) Was zeichnet diese Hilfsmittel aus? Was müssen Sie beachten?
Diese Dummys sind der Größe des Welpen angepasst.
Die sollten bereits den Geruch vom Wild haben und sind mit echtem Kaninchenfell bestückt.
68) Ihr ansonsten apportierfreudiger Hund weigert sich auf einmal zu apportieren. Was ist der Grund dafür?
Er hat Zahnschmerzen oder ist gerade im Zahnwechsel.
67) Was unterstützt Sie dabei, Ihren Hund die Feldsuche beizubringen?
- Die Haarwild / Federwildschleppe.
- Futterangel
68) Wann dürfen Sie ein Stachelhalsband benutzen?
Ist laut Tierschutzgesetz in Schweiz und Österreich verboten.
In Deutschland dürfen keine Mittel zur Hundeabrichtung eingesetzt werden, die dem Tier Schmerzen zufügen.
69) Welche Eigenschaften, schließen einen Hund von der Zucht aus?
Vorbeißer, Rückbeißer, Hüftgelenksdysplasie, Einhodigkeit
70) Wie erkennen Sie sicher, dass Ihr Hund HD (Hüftgelenksdysplasie) hat?
Eine Röntgenuntersuchung.
Röntgenaufnahme einer HD beim Hund.
71) Welche Vorraussetzungen sollten gegeben sein , wenn man sich einen Hund anschafft?
- Kann dem Hund kann genügend Zeit (für Spaziergänge, Pflege, Erziehung etc.) gewidmet werden.
- Lässt sich die Anschaffung und Haltung des Hundes mit den beruflichen Gegebenheiten vereinbaren.
- Ist die Familie mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden.
- Lässt der Mietvertrag die Hundehaltung zu.
- Wird die Hundehaltung nicht durch Urlaubsplanungen beeinträchtigt.
72) Mit welchen Kosten ist bei der Hundehaltung zu rechnen?
- Hundesteuer
- Haftpflichtversicherung
- Tierarztkosten / Impfungen
- Fütterung und Pflege
   
   
   
   
  (c) Jürgen Schilling 18.04.2014



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